Monthly Archives: Mai 2017

Scuba diving holiday

7 gute Gründe, warum dein nächster Familienurlaub ein Tauchurlaub werden sollte

Versucht ihr gerade zu entscheiden, wohin es beim nächsten Familienurlaub gehen soll und was ihr machen wollt? Versucht ihr die Wünsche und Bedürfnisse eurer Gruppe unter einen Hut zu bekommen? Warum nicht mal etwas Neues ausprobieren, das euch einander näher bringt UND euch eine Auswahl fantastischer Reiseziele bieten kann? Hier erfährst du, warum ein gemeinsamer Tauchkurs und gemeinsame Tauchgänge vielleicht genau das sind, wonach ihr sucht.

  • Aktiv sein – Zusammen!

Du magst ja vielleicht urlaubsreif sein und ein bisschen Ruhe und Erholung brauchen, deine Kinder erwarten aber wahrscheinlich ein bisschen mehr als nur am Pool abzuhängen. Gerätetauchen ist toll, wenn man aktiv sein möchte, aber es ist auch unglaublich entspannend. Du tauchst in eine ganz neue Welt ein, die dich völlig von der Hektik und dem Stress des Arbeitsalltags ablenkt – nichts ist entspannender als ein paar Fische zu beobachten, die vorbeischwimmen. Beim Tauchenlernen kannst du dich entspannen und die Kids sind gleichzeitig aktiv!

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  • Tolle Erinnerungen, die ein Leben lang bleiben

An welchen Familienurlaub erinnerst du dich besonders? Habt ihr etwas Besonderes unternommen oder wart ihr an einem besonderen Ort? Einen Familientauchurlaub werden deine Kinder nie vergessen. Ihr werdet nicht nur die coolsten Eltern überhaupt sein, alle zusammen werdet ihr die Meere erobern und Erinnerungen für das ganze Leben sammeln.

  • Erfahrt mehr über einander

Tauchkurse können Augen öffnen! Die meisten Eltern sehen ihre Kinder nicht, wenn sie in der Schule lernen – hier lernt ihr ganz andere Seiten eurer Kinder kennen. Und nicht nur das. Wenn ihr tauchen lernt, dann gelten für alle dieselben Bedingungen. Für eine Weile seid ihr nicht mehr Mama und Papa, sondern alle Schüler.

  • Etwas Großartiges erreichen

Das PADI Open Water Brevet gilt ein Leben lang. Ein erfolgreicher Open Water-Kurs ist eine riesige Leistung und was könnte besser sein, als sie zusammen mit der ganzen Familie zu erreichen? Wenn ihr eure Kurse beendet, dann habt ihr ein Erfolgserlebnis. Ihr habt wirklich etwas geleistet.

  • Verantwortungsbewusstsein lernen

Gerätetauchen bedeutet, man muss seine Ausrüstung äußerst sorgfältig prüfen ehe man tauchen geht. Und auch während des Tauchgangs muss man sich an bestimmte Vorgehensweisen halten. Wenn deine Kinder tauchen lernen, entwickeln sie Fähigkeiten, also u. a. wie man für sich selbst aber auch für ein Team (aus „Buddys“) Verantwortung übernimmt. Diese Fähigkeiten sind auf den Alltag übertragbar und beim Tauchen erlernt man sie in einem praktischen Umfeld und hat dabei noch viel Spaß.

  • Teamwork

Taucher tauchen immer mit einem Partner („Buddy“) und während euerer Kurse werdet ihr lernen, wie wichtig es ist, als Einheit zu funktionieren. Du wirst überrascht sein, wie Geschwister, die sich sonst gerne und häufig streiten, plötzlich einander unterstützen, ermutigen und gerne zusammenarbeiten.

  • Eine ganz neue Welt entdecken

Der wichtigste Grund, aus dem wir tauchen, ist natürlich, weil wir Dinge entdecken wollen. Und genau das werdet ihr bei eurem Familienurlaub tun. Doch damit nicht genug – mit euren Brevets in der Tasche könnt ihr in Zukunft unbegrenzt viele Orte gemeinsam entdecken und erforschen. Macht die Welt zu eurer Schatzkiste!

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Hier ein paar der spannenden PADI-Kurse für Kinder:

PADI Bubblemaker (ab 8 Jahren) – Die Kinder tauchen in einem maximal zwei Meter tiefen Schwimmbecken. Und wenn ihr eine Bubblemaker-Geburtstagsparty bei der PADI-Tauchbasis in eurer Nähe organisiert, dann werdet ihr garantiert „Eltern-des-Jahres“!

PADI Seal Team (ab 8 Jahren) – Beim PADI Seal Team wird den Kindern bei aufregenden AquaMissionen im Schwimmbad jede Menge Spaß und Action geboten. Die jungen Taucher erfahren dabei mehr über Unterwasserfotografie, Navigation, Umweltschutz und weitere Themen ihrer Wahl.

PADI Junior Open Water Diver (10 bis 14 Jahre) – Schon ab einem Alter von 10 Jahren kann man an einem PADI Open Water Diver Kurs teilnehmen und ein Brevet machen. Wer den Kurs erfolgreich abschließt, ist Junior Open Water Diver und darf (mit bestimmten Einschränkungen) tauchen.

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Lust auf Rost: Die besten Wracktauchgänge in Zypern Teil 1

Die Gastbloggerin der Woche Alexandra Dimitriou nimmt uns mit ins Wasser zu ihren Lieblingswracks in Zypern…

Wracks sind wundervoll. Die Lust auf Rost ist unter Tauchern nichts Ungewöhnliches und für die, die Schiffe lieber unter Wasser als auf dem Wasser sehen, ist Zypern ein echtes Geschenk.

Bemerkenswerte Wracktauchgänge in Zypern:

Die Zenobia

Ort: Larnaca, Zypern// Beschreibung: Wrack // Länge: 174 Meter// Tiefe: 18 – 42 Meter

Dieses Weltklassewrack ist unglaublich groß. Die Zenobia war ein Roll-on-roll-off-Schiff (eine RoRo-Fähre), die 1980 während ihrer Jungfernfahrt sank und heutzutage nicht zu verfehlen ist – in einer Tiefe von 18 – 42 Metern und mit einer Länge von 174 Metern. Sie hat vier LKW-Decks für vier sehr unterschiedliche Ausbildungsebenen, d. h. dieses Wrack ist für jeden bestens geeignet, vom Open Water Diver bis hin zum Tec-Taucher.

Der Wert des Schiffs war unglaublich hoch, als es unterging. Es hatte 104 LKWs und einen PKW (den privaten blauen Lada des Kapitäns) geladen, wobei der Verlust auf 20 Millionen zypriotische Pfund für das Schiff und unfassbare 200 Millionen zypriotische Pfund für die Ladung geschätzt wurde. Für die schwedische Reederei der Zenobia muss das eine Riesenkatastrophe gewesen sein, das Wrack des Schiffs hat sich mittlerweile jedoch zu einer der lukrativsten Touristenattraktionen der Insel entwickelt. Der Gewinn, den dieser Metallriese der Tauchbranche beschert, beläuft sich auf geschätzte 25 Millionen Euro im Jahr und mehr! Allein das zeigt schon, wie toll die Zenobia ist. Fast alle brevetierten Taucher besuchen sie mindestens ein Mal und, meiner Erfahrung nach, kommen sie dann Jahr für Jahr wieder, um noch einen weiteren Bereich von ihr zu erkunden.

Das kristallklare Wasser des Mittelmeers hier ist ideal für einen Wreck Diver-Spezialkurs – man kann lernen, wie man richtig an einer Leine hinein- und heraustaucht, und zwar erstmal ohne überhaupt in das Wrack hinein zu müssen. Und anschließend kannst du dann, unter den wachsamen Augen deines PADI Instructors, das Innere nach Herzenslust erkunden.

Die Alexandria

Ort: Larnaca, Zypern// Beschreibung: Wrack // Länge: 35 Meter// Tiefe: 30 – -40 Meter

Dieses Wrack lebt im Schatten seiner Nachbarin, der Zenobia. In nur 500 Metern Entfernung wird sie größtenteils von vielen Tauchern übersehen. Ein Grund mehr, sie in deinem Logbuch zu verewigen. Die Alexandria, oder kurz „Alex“, war ein alter Fischkutter, der 2006 sank. Sie befand sich auf dem Weg nach Limassol, wo sie abgewrackt werden sollte, aber das schlechte Wetter hatte ein anderes Schicksal für sie vorgesehen. Sie sank und liegt nun in perfekter Position aufrecht auf dem Meeresboden. Wenn du deine PADI Wreck Diver und Enriched Air Diver Spezialkurse gemacht hast, kannst du dieses Wrack ganz leicht bei nur einem Tauchgang erkunden. Der perfekte Appetitanreger ehe es zu ihrer großen Schwester, der Zenobia, geht.

Die HMS Cricket

Ort: Nordöstlich von Larnaca, Zypern// Beschreibung: Wrack // Länge: 35 Meter// Tiefe: 33 Meter

Die HMS Cricket ist ein „Donald Duck”-Wracktauchgang, d. h. sie liegt verkehrt herum auf dem Meeresboden mit dem Kiel nach oben. Da sie von sehr viel Sand umgeben und durchspült ist, kann sie eine ziemliche Herausforderung sein – was bedeutet, deine Tarierung muss perfekt sitzen, ehe du diesen Tauchgang machen kannst! Und wenn schon nicht zu deinem eigenen Vergnügen, dann denke zumindest daran, dass eine gute Tarierung und leichte Flossenschläge für alle anderen wichtig sind, die hinter dir tauchen. Denn sie haben eine sehr schlechte Sicht, wenn du es nicht drauf hast. Ideal für diesen monumentalen Tauchgang wäre daher eine Kombination aus den Wreck Diver, Peak Performance Buoyancy und den Enriched Air Diver Spezialkursen.

Die Cricket wurde ursprünglich zum Einsatz im Zweiten Weltkrieg in Auftrag gegeben und ihr Ende ist sagenumwoben. Ein riesiges Implosionsloch ist der einzige Hinweis darauf und leistet heute hervorragende Dienste als Eintrittsstelle. Bei diesem Tauchgang muss du dir im Kopf alles umdrehen, damit du eine echte Vorstellung von dem bekommst, was die Cricket einst war – nämlich ein Kanonenboot der Aphis-Klasse, dessen Einsatzzeit aufgrund des Zweiten Weltkriegs verlängert wurde.

PADI Mindfulness

Freediving und Achtsamkeit

Achtsamkeit. Dieses Wort hörst du überall, beim Yoga, in Selbsthilfebüchern, oder vielleicht kennst du es auch noch aus einem Psychologiekurs, den du vor Jahren belegt hast. Für mich war Achtsamkeit immer eine abstrakte Idee, von der ich mal im Vorbeigehen gehört hatte. Und über die ich wahrscheinlich gerne mehr gewusst hätte, hätte mir nicht wirklich die Zeit gefehlt, mich mitten in meinem chaotischen Leben hinzusetzen und zu meditieren. Nun ja, das war bevor ich mit dem Freitauchen anfing.

Achtsamkeit bedeutet, sich dem Hier und Jetzt vollständig bewusst zu sein. Jetzt gerade sitze ich zum Beispiel an meinem Schreibtisch. Ich fühle wie meine Fingerspitzen auf der Tastatur hin- und herwandern. Im Hintergrund höre ich die Lüftung brummen. Ich atme tief und langsam ein und aus, während ich über die nächste Idee nachdenke, die ich in einen Satz fassen möchte. Ich habe ein bisschen Hunger und bin müde. Ganz ruhig akzeptiere ich jede Wahrnehmung und jedes Gefühl dieses Augenblicks. Achtsamkeit ist nur eine Theorie, aber aufgrund unseres immer aktiven Lebensstils, der schon zur allseits akzeptierten Kultur geworden ist, schwer in die Praxis umzusetzen.

Freediving and mindfulness

Als ich meine Freediving-Ausbildung begann, hörte ich einen Satz immer und immer wieder, an den ich nun bei meinen Achtsamkeitsübungen denke: Fühl dich wohl im Unwohlsein. Wenn man an einem Freediving-Kurs teilnimmt, dann ist dieses Motto vor allem für die mentale Entschlossenheit sehr relevant. Freediver müssen sich jederzeit bewusst sein, in welchem Zustand sie sich befinden. Denn nur so können sie die richtigen Techniken anwenden und gleichzeitig entspannt bleiben.

„Statik“ ist eine Disziplin des Freediving, bei der der Taucher völlig bewegungslos mit dem Gesicht nach unten im Wasser liegt und den Atem anhält. Dieser Teil eines Freediving-Kurses ist für den Geist ebenso eine Herausforderung wie für den Körper. Wenn ich meine „Statik“ trainiere, dann spielt Achtsamkeit eine unglaublich große Rolle. Man muss seinem Körper aktiv erlauben, das Unwohlsein zu akzeptieren und man muss sich entspannen. Sich beim Unwohlsein wohlfühlen.

Ich habe festgestellt, dass diese Akzeptanz etwas ist, das ich auf andere Aspekte meines Lebens übertragen kann, die mit dem Freediving rein garnichts zu tun haben. Die Ausbildung hatte somit einen Nutzen, den ich nicht vorhersehen konnte. Egal, ob ich im Stau stecke, mit meiner Frau streite, mir im Restaurant kalt ist, weil ich meine Jacke vergessen habe oder ob ich mich in irgendeiner anderen schwierigen Situation befinde – ich kann die Atemtechniken und die Achtsamkeit nutzen, die ich beim Freediving gelernt habe und sie helfen mir dabei, einen Zustand des Unwohlseins zu akzeptieren.

Der mentale Nutzen, den ich aus dem Freediving ziehe, erinnert mich an das, was Menschen sagen, die mit Leidenschaft Yoga betreiben. Freediving ist ein Sport, bei dem man sich auf die Suche nach dem eigenen inneren Frieden machen kann. Und wenn man ihn gefunden hat, dann kann man als Taucher dort auch dann zur Ruhe kommen, wenn es um einen herum alles andere als ruhig zugeht.

Freediving and mindfulness

Wenn man eine neue Herausforderung wie Freediving angehen will, empfiehlt es sich ein paar Tipps und Tricks zu kennen, bevor man loslegt. Schau dir diese 8 Tipps für Freediving-Anfänger an.

Underwater archaeology ©Brett Seymour

Unterwasserarchäologie mit AmbassaDiver Gemma Smith – Teil 1

In diesem zweiteiligen Blog erzählt AmbassaDiver Gemma Smith davon, wie sie in der geheimnisvollen Welt der Unterwasserarchäologie landete…

Warum Unterwasserarchäologie?

Es gibt viele Aspekte, die ich am Tauchen liebe, und es gibt immer wieder neue Abenteuer und neue Orte, die man als Taucher erleben und kennenlernen kann. Das ist eine der tollen Seiten dieses Sports. Ein Bereich des Tauchens interessiert mich jedoch am meisten und das ist das wissenschaftliche Tauchen, und zwar insbesondere die Unterwasserarchäologie. Meine Eltern waren beide Archäologen an Land. Dass ich also letztendlich durch meine Leidenschaft für das Tauchen bei der Unterwasserarchäologie gelandet bin, gibt mir ein Gefühl der Zufriedenheit. Ein Gefühl, dass sich der Kreis geschlossen hat, der begann als ich als Kind von meiner Mutter mitgenommen wurde und mit einer kleinen Schaufel im Dreck spielte, während sie an ihren Ausgrabungen arbeitete. In den letzten paar Jahren hatte ich das Glück an einigen wirklich faszinierenden archäologischen Projekten mitwirken zu dürfen. Unter anderem an einer der wahrscheinlich wichtigsten und berühmtesten Unterwasserausgrabung, die es jemals gegeben hat: an der des Schiffswracks mit dem Antikythera Mechanismus.

Das Schiffswrack mit dem Antikythera Mechanismus

Seit vielen Jahrzehnten schon gilt die winzige griechische Insel Antikythera, die abgelegen weit unter dem Peloponnes und nordwestlich von Kreta liegt, als eine der wichtigsten Unterwasser-Ausgrabungsstätten weltweit. Als erstes wurde sie um 1900 von Schwammfischern entdeckt, die von der griechischen Insel Symi kamen und vor einem Sturm Schutz suchten. Sie befanden sich auf dem Rückweg von ihren Sommerfangplätzen vor Tunesien und entschieden sich, während sie auf besseres Wetter warteten, und in der Hoffnung mit noch mehr Schwämmen ihre Ausbeute aufzubessern, hier ihr Glück zu versuchen. Man erzählt sich, dass damals ein Taucher mit dem Namen Elias Stadiatis mit der damals üblichen Ausrüstung – Anzug aus Segeltuch, schwerer Kupferhelm und ein unhandlicher Versorgungsschlauch, der gleichzeitig die einzige Verbindung nach oben darstellte – als Erster hinuntertauchte. Minuten später kam er völlig aufgeregt zurück an die Oberfläche und rief, er habe „überall auf dem Meeresboden Leichen“ gesehen. „Überall Leichen!“ Diese „Leichen“, so sollte sich bei weiteren Tauchgängen herausstellen, war eine unglaublich große Ansammlung atemberaubender Bronze- und Marmorstatuen, Relikte eines unbekannten Schiffes, das vor Tausenden von Jahren auf Grund gegangen war. Ihre Entdeckung läutet den Beginn einiger der außergewöhnlichsten Funde unserer Zeit ein.

Underwater archaeology ©Brett Seymour

©Brett Seymour

Trotz der unglaublichen Schönheit der Statuen, die gefunden und geborgen wurden, ist das Antikythera Wrack zweifelsohne am bekanntesten für das Gerät, das als „Antikythera Mechanismus“ und als „ältester Computer der Welt“ berühmt wurde. Derart komplizierte, präzise gearbeitete und ineinander verzahnte Zahnräder aus Bronze, mit winzigen Skalen und Inschriften, wurden noch nie zuvor (und auch danach nicht mehr) entdeckt. Was am meisten überwältigt, ist aber wahrscheinlich das Alter des Geräts. Die Tatsache, dass es von den alten Griechen vor über 2.000 Jahren gebaut wurde, bedeutet, dass es seiner Zeit sehr weit voraus war. Bis zu dieser Entdeckung waren noch nie zuvor andere derart akkurate Skalen oder Zahnräder aus dieser Ära gefunden worden. Die Meinung darüber, wie genau das Geräte verwendet wurde, gehen auseinander, aber heutzutage gehen Experten davon aus, dass es die Bewegungen von Sonne, Mond und Planeten voraussagen und Finsternisse sowie die Kreisläufe der alten Olympischen Spiele anzeigen sollte.

Das Wrack beflügelte die Fantasie der Menschen auch noch Jahrzehnte nach seiner Entdeckung. Die legendären Tauchpioniere Jacques Cousteau und Frederic Dumas leiteten 1952 und 1976 Expeditionen dorthin. Während ihrer Besuche entdeckten sie zwar keine weiteren Teile des Antikythera Mechanismus, konnten der beeindruckenden Liste der bereits aus dem Wrack geborgenen Schätze aber weitere Funde hinzufügen. Trotz vieler wunderbarer Funde und der offensichtlichen Wahrscheinlichkeit, dass es noch mehr zu finden gab, sollte es jedoch viele Jahre dauern, bis ein weiteres Archäologenteam zurückkehrte…

Dive Across Canada

Tauchen in Kanada

Aus Tauchersicht hat Kanada wirklich viel zu bieten: Lange Küstenstreifen am atlantischen, pazifischen und arktischen Ozean, mehr Flüsse als der Rest der Welt zusammen und 20 Prozent des weltweiten Süßwasseraufkommens. Und Kanada gilt als eine der weltweit friedfertigsten und freundlichsten Nationen.

Kanada ist riesig und abwechslungsreich. Hier gibt es die schneebedeckten Rocky Mountains, unendliche Prärien, Eisberge und arktische Weiten, die kulturellen Angebote von Montreal, Kaffee und Doughnuts bei Tim Hortons, Lachs aus British Columbia und Rodeos in Calgary. Und Kanada ist eine fantastische Tauchdestination.

Einen Überblick über die Unmengen an Tauchmöglichkeiten erhältst du am besten, wenn du regional denkst. An der Westküste lockt der Pazifik. Die Prärieprovinzen haben mehr tolle Tauchplätze als der Name vermuten lässt. In Zentralkanada gibt es Wracktauchplätze, die es mit den Besten der Welt aufnehmen können. An die atlantischen Provinzen grenzt noch ein weiterer ganzer Ozean, der starke Gezeiten aufweist. Und über allem thronen, und das sollte kein Abenteurer vergessen, die nahezu unendlichen arktischen Gebiete.

Die besten Tauchgänge

Westküste

  • Saltery Bay – Dieser beliebte Tauchplatz vor Powell River im pazifischen Nordwesten bietet Tauchern einen leichten Einstieg von Land aus und wirklich tolle Tauchgänge. Hier solltest du die Meerjungfrau nicht verpassen (im Ernst!) und an der mit Schwämmen geschmückten Steilwand, die schnell bis auf 60 Meter abfällt, deine Tiefe im Auge behalten.
  • Whytecliff Park – Dieser Tauchplatz befindet sich an der spektakulären Küste von Howe Sound und ist von Vancouver aus leicht zu erreichen. Verschiedene Tauchmöglichkeiten erleichtern hier Neulingen und Tauchveteranen gleichermaßen die Tauchgangsplanung. Alle sollten die Augen nach den Riesenkraken offen halten, die hier Kultstatus haben. Tiefen von bis zu 30 Metern sind hier für Taucher von Land aus leicht zu erreichen.
  • Porlier Pass – In diesem Strömungskanal zwischen den Gulf Islands gibt es mehrere Tauchplätze, u. a. Boscowitz Rock und die Reste eines Schleppers, der mit Anemonen geschmückt und zu einem Magnet für Meeresbewohner geworden ist. Das sind Weltklasse-Tauchplätze, die eine Seite in jedem Tauchlogbuch verdienen.

Prärieprovinzen

  • Clear Lake – Ein großartiger, künstlich angelegter Tauchplatz. Hier gibt es eine lebensgroße Kuh aus Keramik, eine Unterwasserdruckkammer, eine Taucherglocke und viele andere für Taucher sehr interessante ungewöhnliche Objekte.
  • Whiteswan Lake – Erforsche eine alte Stadt, die für den Bau von zwei Dämmen und einer Stauanlage geflutet wurde. Hier waren auch Taucher am Werk und haben kreative Strukturen als Highlights hinzugefügt.
  • West Hawk Lake – Dieser See entstand durch einen prähistorischen Meteoriteneinschlag und ist über 100 Meter tief. Felswände und -vorsprünge wechseln sich mit abfallenden Sandböden ab und bieten Schwarzbarschen ein Zuhause.

Zentralkanada

  • Fathom Five – In diesem Meerespark ist das Wasser klar und sauber, es gibt tolle Unterwasserklippen, Höhlen und Überhänge und außerdem noch über 20 Schiffswracks. Hier findet jeder Taucher etwas, egal welche Ausbildungsstufe er hat.
  • Keystorm – Dieses spektakuläre Wrack lief 1912 in der Nähe von Scow Island auf die Felsen und liegt jetzt in 6-35 Metern auf seiner Steuerbordseite. Tieftaucher können hier an Heck und Schraube spektakuläre Fotos schießen. Außerdem gibt es jede Menge im Schiff zu entdecken, u. a. den Frachtraum, das Ruderhaus und die Maschinenräume. Taucher, die ins Wrack hineintauchen, müssen aufpassen, dass sie ihre Orientierung nicht verlieren, da das Wrack stark Schlagseite hat. Viele sagen, die Keystorm sei das beste Wrack in der Region.
  • Forillon National Park – Dieser geschützte Park ist ein toller Ort, die vielfältige Unterwasserwelt des Golfs von St. Lawrence ganz aus der Nähe kennenzulernen. Hier gibt es einige Plätze, die von Land aus betaucht werden können und recht tief sind.

Die atlantischen Provinzen

  • HMCS Sagueny – Die HMCS Saguenay wurde 1994 versenkt und liegt nun in 27 Metern Tiefe. Sie hat stark Schlagseite und liegt zum Teil im Sand vergraben. Das Wrack bietet vielen verschiedenen Meereslebewesen ein Zuhause.
  • Bell Island Wracks – Die PLM-27 ist eines von vier Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg vor Bell Island. Sie ist relativ leicht zugänglich und ein toller Tauchplatz für Taucher jeder Ausbildungsstufe. Ein besonderer Anziehungspunkt ist die riesige Schiffsschraube.
  • Deer Island – Hier musst du auf die Gezeiten achten. Wenn nicht, dann könntest du bei deiner geplanten Tiefe um bis zu 15 Meter daneben liegen. Man muss unbedingt bei Stauwasser tauchen. Die Gezeiten sind die Lebensgrundlage einer großen Vielfalt von Meeresbewohnern und hier gibt es unglaublich viele Filtrierer wie Schwämme und Anemonen. Hummer verstecken sich unter Vorsprüngen, sind aber neugierig und kommen für ruhige und vorsichtige Taucher auch hervor.

Das arktische Kanada

  • Wale und Eis – Über spezielle Anbieter und mit der richtigen Ausrüstung kann man in den Gewässern der kanadischen Arktis mit riesigen Meeressäugern tauchen. Begegnungen mit Narwalen, Belugas, Grönlandwalen und Buckelwalen sind hier keine Seltenheit. Und ein bisschen Grundzeit in einer einzigartigen Unterwasser-Eislandschaft ist auch drin. Eisberge und Packeis sind hier das Bühnenbild für Abenteuer, die auf Löffellisten gehören.

Tauchfakten

Sicht – Je nach Tauchplatz unterschiedlich, bis zu 50 Meter und mehr an einigen Süßwasserplätzen.

Wassertemperatur – Je nach Region zwischen unter Null und über 35 °C.

Wetter – Große Unterschiede je nach Region. Entscheide dich für ein Reiseziel und schau dir deine Region dann genauer an.

Meeresbewohner – Hier findest du nahezu alle Arten, nur keine tropischen. Arktische Wale, Amerikanische Hummer, Seewölfe und Riesenkraken in British Columbia und Süßwasserarten in den vielen Seen und Steinbrüchen.

KursempfehlungWreck und Deep Diver Spezialkurse (Wracktauchen bzw. Tieftauchen) für die vielen Wracks im Süß- und Salzwasser. Der Dry Suit Diver-Kurs (Trockentauchen) macht für viele kanadische Tauchplätze Sinn. Der Digital Underwater Photographer bietet sich für alle Tauchplätze an.

Reise-Infos

Hinweis – Reisen, egal zu welchen Zielen, können durch gewisse Umstände negativ beeinflusst werden. Unter anderem beispielsweise durch verschärfte Sicherheitslagen, Ein- und Ausreiserichtlinien, lokale Gesetzgebung und Kultur, Naturkatastrophen und Klimabedingungen. Egal welches Reiseziel du hast: prüfe bitte während deiner Reiseplanung und noch einmal kurz vor deiner Abreise die Reisewarnungen deiner jeweils zuständigen Stelle bzw. des zuständigen Ministeriums.

Sprache – Die offiziellen Landessprachen sind Englisch und Französisch.

Währung – Kanadischer Dollar

Große Flughäfen – Der meiste Luftverkehr läuft über Toronto, Vancouver, Montréal, Calgary und Edmonton. Die kanadische Verkehrsinfrastruktur ist generell hervorragend.

Strom – 120 Volt, 60Hz. Internet ist weit verbreitet.

Sehenswürdigkeiten an Land – Von großen Weltstädten bis zur fast endlosen Wildnis – deine Möglichkeiten sind hier nahezu unbegrenzt.

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