Monthly Archives: Februar 2017

Gruseleffekte bei Nacht

Night Diving - Squid

Man kann tauchen gehen. Oder man kann nachts tauchen gehen. Wer nachts taucht, der sieht und erlebt Dinge, die Tauchern, die tagsüber unterwegs sind, vorenthalten bleiben. Die Vorstellung, ins dunkle Wasser einzutauchen, macht dich nervös? Dann lies weiter und finde heraus, was du verpasst, wenn du kein PADI Night Diver bist.

Nächtliche Tierbegegnungen

Du glaubst, du kennst deinen Tauchplatz? Unter dem Deckmantel der Dunkelheit kannst du ihn ganz neu erleben. Hummer, Krebse, Aale und Oktopusse werden alle viel aktiver, wenn die Sonne untergegangen ist. Schau dir an, wie die Fische, die du kennst, in ihren Löchern schlafen und entdecke neue Wesen, die du tagsüber wahrscheinlich noch nie gesehen hast.

Night Diving - Manta Rays

Plane deine nächste Tauchreise so, dass du so fantastische Nachttauchgänge erleben kannst wie diesen mit Mantas im Mondlicht: The Magic Behind the Manta Ray Night Dive. Oder besuche die Brutstätten der Tintenfische und schau dir an, wie sich der Meeresboden in einen weißen Teppich aus Eiern verwandelt. Mache während der Korallenblüte einen Nachttauchgang und du erlebst so etwas Faszinierendes wie das, was in dieser Dokumentation von Blue Planet gezeigt wird.

Fluotauchen („Glow Diving“) ist eine weitere einzigartige Erfahrung, die man nachts machen kann. Mit Hilfe eines UV-Lichtes explodiert das Riff in unglaublichen, leuchtenden Farben. Außerdem ist es sehr wahrscheinlich, dass man den „Harry Potter-Unterwassereffekt“ erlebt. Hier kannst du mehr über die Magie des Fluotauchens lesen.

Night Diving - Glow Diving

Unglaubliche Fotomöglichkeiten

Nachts lassen sich überraschenderweise sehr gute Fotos und Videos machen. Wenn du Muck Diving in trüben, schlammigen Gewässern liebst: Himmelsgucker, Geisterpfeifenfische, Blaugeringelte Kranken und andere Wunschlisten-Kandidaten sind nachtaktiv.

Versuche es mal mit Schwarzwassertauchen und du entdeckst die merkwürdigen und unheimlichen Wesen, die aus der Tiefe nach oben treiben. Viele Taucher vergleichen es mit einem Flug durchs Weltall oder sagen, es sei ein Erlebnis, das so nicht von dieser Welt sein kann. Das Schwarzwassertauchen wurde auf Hawaii erfunden, man kann es jetzt aber auch an anderen Orten am Pazifik und auch in Florida erleben.

Selbst wenn du nicht weit reisen kannst, bietet dir jeder Nachttauchgang mit ziemlicher Sicherheit spektakuläre Fotomöglichkeiten.  Ein Sonnenuntergang über dem Wasser und ein Vollmond, der am Horizont aufgeht – das ist immer beeindruckend.

Night Diving - Moonrise

Stille erleben

Taucher, die zunächst einmal nervös sind, was das Nachttauchen angeht, beschreiben später, wie friedlich es sein kann. Selbst wenn andere Taucher da sind, sind sie doch kaum zu sehen. Ein Nachttauchgang kann dir also das Gefühl geben, dass du dir den Tauchplatz nur mit deinem Tauchpartner teilst, und sonst mit niemandem.

Umso wichtiger ist es zu lernen, was man bei Nachttauchgängen tun bzw. lassen sollte. Bei einem PADI Night Diver Spezialkurs lernst du unter anderem, wie man eine Tauchlampe richtig benutzt. Nur weil du keine anderen Taucher siehst, bedeutet das nicht, dass sie nicht da sind. Um Handgreiflichkeiten unter Wasser zu vermeiden, lernst du am besten, wie man eine Tauchlampe benutzt ohne andere mit ihr zu blenden.

Night Diving - Dive Light

Im Night Diver Kurs lernst du auch, wie man Nachttauchgänge richtig plant und durchführt,  also beispielsweise, wie du deinen Tauchpartner im Auge behältst und wie du dich am besten austarierst.

Suche ein PADI Dive Center oder Resort und melde dich zu einem PADI Night Diver Spezialkurs an. Dadurch wirst du den Sport, den du so liebst, noch einmal von einer ganz neuen Seite kennenlernen. Wenn du dir immer noch nicht sicher bist, was das Nachttauchen angeht, dann nimm einfach während deines Advanced Open Water Diver Kurses an einem Nachttauchgang teil.

Tauchziele in der Sonne

Am besten hat es bisher Colonel John „Hannibal” Smith, der Chef des A-Teams, mit den folgenden, unsterblichen Worte ausgedrückt: „Es gibt immer einen Plan B”. Und das ist es vielleicht, was manche Taucher gerade jetzt suchen, wo die Jahreszeit der frostigen Morgen und des Überflusses beginnt.

Obwohl es überall in Europa tolle Kaltwasser-Tauchplätze gibt, die den alten Mythos Lügen strafen, dass man nur in tropischen Gewässern gut tauchen kann, ist einigen Taucher auch im Winter ein bisschen Sonnenschein und warme Luft lieber, wenn sie aus dem Wasser steigen. Hier kommt eine Liste mit sechs Tauchzielen in der Sonne, die dir diese Wünsche erfüllen.

DIE KANARISCHEN INSELN

Winter Sun Diving - Canary Islands

Sonne, das ganze Jahr über, warmes, klares Wasser und dramatische Unterwasser-Vulkanlandschaften ziehen Tauchen auf die Kanarischen Inseln. Die manchmal wegen ihres subtropischen Klimas und ihren Sandstränden die „Inseln der Glückseligen“ genannte spanische Inselgruppe liegt am östlichen Rand des Atlantischen Ozeans vor der Nordwestküste Afrikas. Die Kanarischen Inseln waren ein wichtiger Anlaufhafen für spanische Galeonen, die auf ihrem Weg nach Amerika die Passatwinde für sich nutzten.

Die sieben größten Inseln – Tenerifa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro – gehören zu den wichtigsten europäischen Urlaubszielen und ziehen jedes Jahr über 12 Millionen Besucher an. Wer kommt, kann sich genau den Ort aussuchen, der am besten zu ihm passt und zwischen lebendigen Städten mit einem tollem Nachtleben und verschlafenen kleinen Städtchen wählen, in denen sich der Stress einfach so verflüchtigt.

Hier findest du eine Auswahl der Tauchplätze und einen  Überblick über die Taucherlebnisse.

DIE MALTESISCHEN INSELN

Winter Sun Diving - Maltese Islands

Auf deiner Mittelmeerkarte lässt du deine Augen in die Mitte wandern  – in den Süden des italienischen Stiefelabsatzes, westlich des Herzens des Mittelmeeres. Hier  findest du die zauberhafte Inselgruppe, die aus Malta, Gozo und Comino, sowie den kleineren, unbewohnten Inseln Cominotto, Filfla und St. Paul besteht. Valetta, die Hauptstadt der Inseln, befindet sich auf Malta und wird von einer beeindruckenden Festungsanlage geschützt, die 1524 von den Rittern des Malteserordens in Auftrag gegeben wurde.

Jahrhunderte lang erwies sich Maltas geografische Lage sowohl für den Handel als auch für militärische Zwecke als äußerst nützlich. In jüngster Zeit sind die maltesischen Inseln allerdings eher fürs Tauchen als für ihre lange und wechselvolle Vergangenheit bekannt. Das klare blaue Wasser des Mittelmeeres hat mit seinen vielen Riffen, Höhlen und Wracks, die alle erforscht werden wollen, einige einzigartige Taucherlebnisse zu bieten.

Hier findest du eine Auswahl der Tauchplätze.

MOSAMBIK

Winter Sun Diving - Mozambique

Man muss nur Mosambik erwähnen und die meisten Taucher denken sofort an Megafauna. Walhaie und Mantarochen streifen das ganze Jahr über im planktonreichen Wasser herum und Buckelwale, die aus der Antarktis kommen, durchqueren den Mosambik-Kanal. Mosambik liegt an der Südostküste Afrika und seine über 2.000 km Küste wird von dem nach Süden fließenden Aghulhasstrom umspült. Im Norden befindet sich der Archipel Quirimbas mit dem noch recht neuen Meeresschutzgebiet „Primeiras & Segundas”.

Das größte Meeresschutzgebiet des afrikanischen Kontinents schützt die überaus vielfältigen Korallenriffe und Mangrovenwälder und ist die Kinderstube für unzählige Rifffische, fünf der sieben Meeresschildkrötenarten, sowie andere einheimische Arten. Weiter südlich erstreckt sich von Ponta de Ouro bis zum Rio Maputo das Maputo-Schutzgebiet, das nistenden Schildkröten einen Rückzugsort bietet und die Riffe an der Küste schützt. Vor Praia do Tofo, Inhambane, befindet sich die „Whale Shark Alley“, ein planktonreicher Strömungskorridor, der das ganze Jahr über Walhaie anlockt. Sichtungen sind hier schon fast garantiert. Und das alleine genügt schon, um Mosambik auf die Wunschliste vieler Gerätetaucher zu setzen.

Hier findest du eine Auswahl der Tauchplätze.

OMAN

Winter Sun Diving - Oman

Mit seinen riesigen Wüsten und seiner reichen Geschichte wird das Sultanat von Oman als Reiseziel immer beliebter. Bis in die 1970er war das Land fast vollständig für Besucher von außen geschlossen. Aber seit es seine Tore geöffnet hat, ist die Welt der Taucher um einiges reicher geworden. Die Küste des Oman ist relativ unberührt und in der Nähe der Hauptstadt Muscat kann man hervorragend tauchen.

Du kannst dich auch auf den Weg nach Musandam machen. Die nördlichste Provinz des Oman reicht bis in die Straße von Hormus an der Mündung des Persischen Golfes hinein. Die Gewässer dieses schroffen, abgelegenen Landes sind so nährstoffreich, dass sie einer unglaublichen Vielfalt und Anzahl an Meeresbewohnern als Nahrungsstätte dienen. Tief im Süden, in der Gegen um Salalah, ist die Küste unberührt und besteht aus scheinbar endlos vielen Buchten und Stränden. Hier können, dank des Tiefenwasseraufstiegs während des Monsuns, im Sommer Kelpwälder wachsen, die dann Ende September langsam wieder absterben. Dadurch besteht für kurze Zeit die einzigartige Möglichkeit, an ein und demselben Tauchplatz sowohl in Kelpwäldern als auch an Korallenriffen zu tauchen.

Am besten taucht man hier von Oktober bis Mai, wenn das Meer ruhig ist und sich das Wasser langsam aufwärmt. Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, einen Tauchurlaub im Oman zu machen. Bevor sich das alles herumspricht.

Hier findest du eine Auswahl der Tauchplätze.

Die Geschichte hinter dem Bild

Der Unterwasserfotograf, Filmemacher und PADI Course Director Luke Inman erzählt uns von seiner Leidenschaft fürs Tauchen, seiner Verbindung zum Golf von Kalifornien und seiner Beziehung zu dem Seelöwen, der ihn zu der neuen PADI Limited Edition Ersatzbrevetkarte inspirierte.

Von all den Orten, die du auf deinen Reisen gesehen hast und an denen du getaucht bist, welcher hat dich am meisten inspiriert?

Los Islotes in La Paz, Mexico shot by Luke Inman

Foto: Luke Inman

Los Islotes, in der Nähe von La Paz (Mexiko) am Golf von Kalifornien, ist ein Nirvana für Begegnungen mit wilden Tieren. Über Los Islotes wird regelmäßig in Tauchmagazinen berichtet und die Insel gilt als einer der Top 10 Tauchplätze der Welt. Aus meiner Sicht und Erfahrung heraus (und ich hatte das Glück, dass ich schon überall auf der Welt tauchen konnte), ist Los Islotes die Nummer eins. Die meisten Leute würden wohl erwarten, dass ich hier ein tiefes Wrack, einen Tauchplatz mit Unmengen an pelagischen Arten oder einen mystischen Cenote als meinen Lieblingstauchplatz angebe. Aber nein — ein flacher Tauchgang mit einem ungehemmten Seelöwen vor Los Islotes wird immer meine erste Wahl sein.

Wie haben der Golf von Kalifornien und Los Islotes dein Herz erobert? Was ist dort anders als an anderen Orten dieser Welt?

Sea Lions in Los Islotes in La Paz, Mexico shot by Luke Inman

Foto: Luke Inman

Nur wenige Orte, die sich so nahe an einer Stadt befinden, bieten den Menschen die Möglichkeit mit wilden Tieren zu interagieren.

Mein erster Besuch auf Los Islotes war eine Erfahrung, die mich demütig gemacht hat. Ich fühlte mich von den Seelöwen erleuchtet. Die Ankunft in der Kolonie lässt sich am besten so beschreiben: eine laute Überfrachtung der Sinne. Das Konzert aus dem Bellen der Seelöwen, den Schreien der Seevögel und den Bewegungen des Meeres wird ab und zu vom Heulen und Jammern der Seelöwen durchbrochen. Die Seelöwen tauschen sich deutlich miteinander aus und heißen Besucher in ihrem Zuhause willkommen. Das Gewirr der Geräusche wird ganz klar, wenn deine Seele verstanden hat: „Hier ist Magie“.

Es ist magisch, wie die Seelöwen dich verzaubern und hypnotisieren. Nicht durch Illusionen oder Zauberkraft, es gibt keine Beschwörungsformeln und keinen Hokuspokus. Nur Finesse und Charme, spielerischen Charme, der jeden Besucher verführt und inspiriert.

Wie würdest du die Seelöwen von Los Islotes beschreiben?

Sea Lions in Los Islotes in La Paz, Mexico shot by Luke Inman

Foto: Luke Inman

Los Islotes wird häufiger besucht als die meisten anderen Inseln im Golf von Kalifornien. Die Seelöwen scheinen sich an die Interaktion mit den Menschen und an den vielen Bootsverkehr gewöhnt zu haben, ohne dass negative Begleiterscheinungen aufgetreten sind. Sie verhalten sich einfach nur herrlich — sogar, wenn die fürchterlich großen Männchen beteiligt sind. Mit den Seelöwen hatte ich einige meiner unglaublichsten Begegnungen.

Was gefällt dir am Tauchen mit den Seelöwen am besten?

Sea Lions in Los Islotes in La Paz, Mexico shot by Luke Inman

Foto: Luke Inman

Von den Seelöwen habe ich gelernt, dass es wahre Ruhe und Glückseligkeit bei einer Begegnung mit wilden Tieren gibt. Seelöwen können dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern und dich an die Freude und Unschuld deiner Kindheit zurück denken lassen, an die glücklichen Zeiten ohne Verantwortungen. Die Seelöwen sind meine Meditation. Sie zu besuchen und mich ihnen anzuschließen, das ist zu einem wichtigen Teil meines Alltags geworden, zu einer natürlichen Therapie, die mir gut tut.

Erzähl uns von den Erfahrungen, die du beim Fotografieren des Seelöwen für die neue PADI Limited Edition Brevetkarte gemacht hast.

Luke Inman PADI Replacement Card

Eines meiner denkwürdigsten Erlebnisse hatte ich mit einem jungen Seelöwen vor Los Islotes, einem einjährigen Weibchen, das ironischerweise mit der Nummer 42 markiert war (und diese ist, laut „Per Anhalter durch die Galaxis“ die Antwort auf die Frage aller Fragen, nämlich die „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“). Sie schien jedes Mal aufzutauchen, wenn ich bei Los Islotes tauchte und sie brachte mir viel darüber bei, wie man mit Seelöwen umgeht. Sie war geduldig, freundlich und vor allem anhänglich. Ob sie nun wirklich die Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ hatte, lässt sich diskutieren, aber ich bin mir sicher, dass Prefect und Dent ganz meiner Meinung gewesen wären.

Unsere Begegnungen begannen immer damit, dass sie sanft an mich stieß—oder vielleicht ist „mich überfiel“ hier die bessere Beschreibung. Sie machte das so präzise als sei sie ein gut ausgebildeter Kampftaucher. Wie bei allen guten Überraschungsangriffen, wurde ich dabei immer überrumpelt. Aber jedes Mal endete es damit, dass sie ihren Kopf an meinen drückte und ich ihre Barthaare an meiner Stirn spürte.

Dann begann sie mit mir zu spielen, indem sie mich erst einmal vorsichtig in die Hand biss. Mit diesem herausfordernden Kniff wollte sie dafür sorgen, dass meine Hand um ihren Körper herum oder hinter ihr Ohr wanderte. Sie schien zu wollen, dass ich ihre Ohren kraulte. Wenn ich damit aufhörte, dann drehte sie ihren Kopf wieder wie ein Hund oder ein Welpe unter meine Hand, um noch mehr Streicheleinheiten zu bekommen. Manchmal musste ich dann meine Kamera loslassen und mich einfach darauf konzentrieren, ihr die Liebe und Aufmerksamkeit zu geben, die sie haben wollte.

Ein paar Jahre nach meinen Erlebnissen mit „42“ tauchte sie bei meinen Tauchgängen nicht mehr auf. Ich nahm an, dass sie zu alt oder zu reif geworden war, um weiterhin mit diesem lauten, Blasen machenden Eindringling zu spielen. Damit lag ich ja so falsch. Ich traf „42“ wieder—zwei oder drei Jahre später—als ein großes Weibchen mich unter Wasser wie einen lange vermissten Freund begrüßte.

So viel überschwängliche Freude hatte ich zuvor noch nie erlebt. Ich konnte nicht glauben, dass das dieselbe junge Seelöwendame sein konnte, die immer so fröhlich gewesen war und meine Gesellschaft gesucht hatte. Die Überfallmethode kam mir sehr bekannt vor, ebenso wie die Beharrlichkeit, wenn es um das Kraulen der Ohren und das Streicheln des Bauches ging. Und wieder ließ ich meine Kamera sinken und ging auf den Wunsch meiner lange vermissten Freundin ein, die mit mir kuscheln und spielen wollte. Sie hatte eine Narbe von einer Markierung, aber die Marke selbst war schon lange abgefallen. Ich fragte einen der Wissenschaftler, die sich regelmäßig mit der Kolonie befassten, ob es möglich sei, dass „42“ mich wiedererkannte. Er sah mich mit einem entsprechend skeptischen Blick an und sagte: „Ich wüsste nicht, wieso nicht. Aber in der Wissenschaft beschäftigen wir uns nicht mit solchen Dingen“.

Hast du einen Rat, wie man die Persönlichkeit und den „Geist“ von Tieren in der Unterwasserfotografie und -videografie richtig einfangen kann?

Sea Lions in Los Islotes in La Paz, Mexico shot by Luke Inman

Foto: Luke Inman

Man sollte an einem meiner Fotoworkshops teilnehmen – oder einen PADI Digital Underwater Photographer bzw. einen Underwater Videographer Kurs machen.

Was sind die wichtigsten Unterwasserfoto-Tipps, an die du dich hältst?

Nr. 1 Die Umwelt schützen!

Nr. 2 Den Augenblick einfangen.

Nr. 3 Eine Geschichte erzählen.

Nr. 4 Sich um die Kunst und nicht um die Ausrüstung kümmern.

Zu was soll deine Arbeit andere inspirieren?

Ich möchte die Menschen dazu inspirieren, unseren Planeten zu hegen, zu pflegen und zu schützen.

Die Seelöwe von Los Islotes Limited Edition PADI Ersatzbrevetkarte mit Luke Inmans faszinierendem Foto ist ab sofort, aber nur für kurze Zeit, erhältlich. Besuche dein PADI Dive Center bzw. Resort oder PADI.com und du kannst zu den Ersten gehören, die solch eine neue Karte haben.

Mehr von Luke Inmans Arbeit findest du auf lukeinman.com.

25 Millionen PADI Brevets

PADI 25 Millionth Certificate Winner

Am 29. Dezember 2016, einem der letzten Tage des goldenen PADI-Jubiläumsjahres, wurde ein Meilenstein erreicht. Die 22-jährige Sarah Gleeson aus Alberta (Kanada) wurde PADI® Open Water Diver und verdiente sich damit das 25millionste PADI Brevet. Um diesen Anlass und 50 Jahre „The Way the World Learns to Dive®“ zu feiern, beschenkte PADI Sarah und einen Tauchpartner ihrer Wahl mit einer Traumreise nach Australien zum Great Barrier Reef. Auch ihr stolzer Instructor Bobby Post von Davy Jones Locker Diving auf Koh Tao (Thailand) ging dabei nicht leer aus. Der PADI Master Scuba Diver Trainer wurde auch zu der Reise eingeladen.

„Als ich die erste E-Mail von PADI Geschäftsführer Drew Richardson erhielt, dachte ich, ein Freund würde sich einen Scherz mit mir erlauben“, sagt Post, der feststellt, dass Australien der sechste Kontinent sein wird, den er nun als Taucher entdecken kann. „Ich bin gespannt darauf, was Australien zu bieten hat.“

25 Millionth Certificate Instructor | Photo credit: Fat Fish Movies

Nachdem er seinen eigenen PADI Open Water Diver auf Bali und seinen PADI Advanced Open Water Diver in Korea gemacht hatte, war Post so von seinen Ausbildern inspiriert, dass er sich dazu entschloss, auch eine Karriere als Profitaucher einzuschlagen. Er machte sich also auf den Weg nach Koh Tao (Thailand), wo er sich über den PADI Divemaster bis zum PADI Master Scuba Diver Trainer hocharbeitete.

„Als ich den Ausdruck im Gesicht der Schüler nach ihrem ersten Tauchgang sah, wurde mir klar, dass ich genau das tue, was das Richtige für mich ist“, sagt Post.

Sarah allerdings begann sich erst für eine Tauchausbildung zu interessieren, als sie mit ihrem Freund Colin nach Koh Tao kam und sich mit den Tauchern dort anfreundete.

„Jetzt, wo ich tauchen kann, habe ich eine tolle Ausrede dafür, noch mehr in der Welt herumzureisen“, sagt Sarah, die sich mit Colin seit sechs Wochen auf einer Rucksacktour durch Südostasien befindet. „Tauchen ist eine einzigartige Erfahrung, bei der man eine ganz neue Welt zu Gesicht bekommt – das ist eine Erfahrung, die man nie bereuen wird.“

PADI 25 Millionth Certificate Winner

„Wir sind beide so begeistert und jetzt so große Tauchfans, dass wir sogar darüber nachdenken, selbst Tauchlehrer zu werden“, lacht Sarah. „Aber jetzt machen wir erstmal unseren PADI Advanced Open Water Diver.”

Zuvor jedoch werden Bobby, Sarah und ihr Freund Colin ein dreitägiges Liveaboard-Tauchabenteuer am Great Barrier Reef erleben – an Bord der Spoilsport von Mike Ball Dive Expeditions. Dazu gehören Flugtickets nach Cairns (Australien), vier Übernachtungen in Cairns und ein Tagesausflug zum Daintree Regenwald, der Weltnaturerbe ist.

All smiles from the Davey Jones Locker team! Photo: Elliott Abbey

Träumst du von einer Reise nach Australien? Dann schaue dir mal diese 15 fantastischen Fotos vom Great Barrier Reef an.

Riviera Maya und Cancun

Riviera Maya

Auf der mexikanischen Yucatan-Halbinsel gab es früher nur ein paar wenige kleine Fischerdörfer. Heute ist sie eines der beliebtesten und dynamischsten Touristenziele der karibischen Westküste. Hier gibt es Luxus-Resorts, schicke Restaurants, Nachtleben und Shoppingmöglichkeiten. Und hier gibt es wundervolle Strände mit reinem, weißen Sand, die vom klaren warmen Wasser der Karibik umspült werden; das weltweit zweitlängste Barriereriff der Welt und eine perfekte Mischung aus verschiedenen Tauchoptionen, Kulturerlebnissen, Einkaufsmöglichkeiten und Abenteuern.

Das reicht, um die hartgesottensten Gerätetaucher und Landratten gleichermaßen zu befriedigen. Aber da ist noch mehr: Tauchen und Schnorcheln kann man an der Riviera Maya nicht nur im Meer. Die Region ist für ihre faszinierenden Cenoten bekannt. Diese einzigartigen Unterwasserquellen bilden Grotten, die von Sonnenstrahlen und kristallklarem Süßwasser durchflutet sind. Einige führen zu ausgedehnten Unterwasser-Höhlensystemen und sind das Reich der Tec-Taucher. Andere können aber ohne weiteres von Tauchern jeder Ausbilderstufe erkundet werden.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist das nahegelegene Cancun, wo du Wracks und Riffe voller Meeresbewohner entdecken kannst. Die Riviera Maya ist ein Weltklasse-Tauchziel und noch sehr viel mehr.

Die besten Tauchgänge

  • Punta Cancun – Ein bei Tauchern beliebter Ort, von dem aus man viele Tauchplätze und einige gesunde Korallenriffe ansteuern kann. Auf den Riffen, die sich am östlichen Ende von Cancuns Hotelgebiet befinden, gibt es farbenreiche Korallenformationen und man kann mit den unterschiedlichsten Meerestieren, wie z. B. Barrakudas, Rochen und Haien, abhängen.
  • Punta Nizuc – Dieser Ort ist fürs Schnorcheln und Tauchen berühmt, und zwar dank seines küstennahen Riffs mit unglaublich vielen Meeresbewohnern. Bei einer durchschnittlichen Tiefe von 10 Metern und tollen Sichtweiten ist das ein spektakulärer Ort, an dem Taucher auf Hummer, Zackenbarsche, Rochen, Riffbarsche und jede Menge andere Meeresbewohner treffen. In Punta Nizuc treffen Kunst und Korallenriffschutz auf einander und Taucher können die Statue eines jungen Mädchens besuchen, die in einem Korallengarten liegt. Sie ist Teil des Unterwassermuseums Museo Subacuático de Arte, das einen Besuch wert ist.
  • Playa del Carmen, Akumal und Tulum – Südlich von Cancun befindet sich Playa del Carmen, ein lebendiges Städtchen mit europäischem Flair. Die Küstendörfer Akumal und Tulum liegen südlich von Playa. Hier siehst du noch, wie das alte Yucatan einmal ausgesehen hat. Generell sind die Tauchplätze hier flach, die Sicht ist hervorragend und Bootsfahrten dauern meist nur fünf Minuten. Wahrscheinlich triffst du hier auf Meeresschildkröten, Barrakudas, Stachelrochen, Hummer und Ammenhaie.
  • Pared Verde – Die Wand voller Korallen, Schwämme und zahllosen Makro-Wirbellosen ist durch sandige Hänge in mehrere Bereiche geteilt und es gilt zu beachten, dass Tiefen von bis zu 40 Metern möglich sind und Strömung herrscht. Da sich das Riff in der Mitte einer Sandebene befindet, werden hier regelmäßig große pelagische Arten gesichtet.
  • Cenoten – Wenn du etwas wirklich Besonderes ausprobieren willst, dann gehe in einem Cenote tauchen. Diese tiefen Süßwasser-Dolinen bildeten sich, als die Dächer von Kalksteinhöhlen einstürzten und Wasser eindrang. Die kunstvollen Cenoten von Yucatan sind mit komplexen Höhlensystemen und Untergrundtunneln verbunden, die Taucher aus der ganzen Welt anziehen. Viele Cenoten haben kristallklares, türkisfarbenes Wasser und wunderschöne Stalagmiten- und Stalagtitenformationen, die im Laufe von Millionen von Jahren entstanden sind.

Willst du noch mehr erfahren? Auf  ScubaEarth® findest du weitere Infos zu Tausenden von Tauchplätzen, Fischarten, Urlaubszielen und noch vieles mehr.

Tauchfakten

Sicht – Bei Tauchgängen im offenen Meer vor der Küste der Riviera Maya kann die Sicht zwischen 12 Metern im Winter und 27 Metern im Sommer schwanken. Die Sicht in den Cenoten und Höhlen ist nur so eingeschränkt wie deine eigene Sehfähigkeit.

Wassertemperatur – Das Wasser ist im Winter durchschnittlich 25-28° C und im Sommer durchschnittlich 27-29° C warm. Die Temperaturen in den Cenoten sind etwas niedriger.

Wetter – Die Lufttemperaturen liegen bei 18-32° C. Regenzeit ist von Mai bis Oktober, Trockenzeit von November bis April. Im Mai und Juni ist die Luftfeuchtigkeit am höchsten. Von Juni bis Oktober ist Hurrikan-Saison.

Meeresbewohner – Hier gibt es jede Menge echte Karettschildkröten, denen man oft beim Tauchen begegnet. Außerdem sind hier noch Adlerrochen, Muränen, Hummer, Spatenfische, Papageienfische, Kreolen-Lippfische, Trompetenfische, Kaiserfische und die üblichen Riffarten der Karibik zu Hause. Wenn du Glück hast, entdeckst du Zitronenhaie, Ammenhaie und vielleicht bei dem einen oder anderen Tauchgang sogar Rundschwanzseekühe (Manatis).

Kursempfehlungen – Mache den PADI Cavern Diver Kurs und hole das Beste aus deinem Besuch in den Cenoten heraus. Mit dem  AWARE – Fish Identification Kurs kannst du das, was du siehst, besser identifizieren und der PADI Digital Underwater Photographer Kurs hilft dir dabei, all die Meeresbewohner in Bildern festzuhalten.

Cenote

Reise-Infos

Hinweis – Reisen, ganz egal wohin sie gehen, können durch bestimmte Umstände negativ beeinflusst werden. Unter anderem beispielsweise durch schwierige Sicherheitslagen, verschärfte Ein- und Ausreiserichtlinien, lokale Gesetzgebung und Kultur, Naturkatastrophen und Klimabedingungen. Egal welches Reiseziel du hast: prüfe bitte während deiner Reiseplanung und noch einmal kurz vor deiner Abreise die Reisewarnungen deiner jeweils zuständigen Stelle bzw. des zuständigen Ministeriums.

Sprache– Spanisch, aber in den Touristengebieten ist Englisch weit verbreitet.

Währung– Mexikanische Pesos. Kreditkarten werden in den Urlaubsregionen fast überall angenommen.

Große Flughäfen – Die meisten Taucher landen auf dem Cancun International Airport (CUN).

Strom und Internet – Der Strom hat 110-120 Volt, 60 Hz. In den Urlaubsgebieten ist das Internet weit verbreitet.

Sehenswürdigkeiten an Land – Besuche die Maya-Ruinen von Tulum oder Chichen Itza. Finde heraus, wie toll man hier shoppen kann, mache eine Dschungel-Tour, probiere eine der vielen Wassersportarten aus oder hänge an einem der tollen Strände ab.

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Links mit weiteren Infos
rivieramaya.com
cancun.travel
visitmexico.com/en/cancun
visitmexico.com/en/mayan-riviera

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PADI AmbassaDiver Manuel Bustelo: Abenteuer und nachhaltiges Leben

manuel bustelo

PADI AmbassaDiver Manuel Bustelo erinnert sich an seine ersten Jahre in den argentinischen Bergen und daran, wie er zum Tauchen kam.


Als ich noch ein Kind war, brachten mich meine Eltern auf Anraten meines Arztes und zur Bekämpfung meiner Asthmasymptome regelmäßig in die Berge. Ich wurde in Mendoza geboren, in einer Stadt, die sich am Fuße der argentinischen Anden befindet. Innerhalb einer Stunde konnte man von dort aus die reine Luft in 2.000 Metern Höhe erreichen.  Ich habe sehr viele Erinnerungen an die Zeit mit meinen Eltern in den Bergen. Die Höhe wurde mein Naturspielplatz und mit 18 Jahren bestieg ich schließlich die höchsten Berge der Anden.

Ein paar Jahre später war ich der erste Mann, der aus 6.800 Metern Höhe mit dem Fahrrad nach unten fuhr. Ein Dokumentarfilm, der bei neun Bergfilmfestivals gezeigt wurde, brachte mich dann nach Mittelamerika, wo ich Werbung für Mountainbike-Rennen machte. Als ich 28 war und in einer Bar in Granada (Nicaragua) von meinen Unternehmungen erzählte, fragte mich jemand, warum ich es noch nie mit dem Gerätetauchen probiert hatte. Obwohl alle meine Abenteuer bisher immer in hohen Höhen oder auf einem Mountainbike stattgefunden hatten, fühlte ich mich sofort angesprochen!

manuel bustelo sucba diving

Wissen bedeutet Verantwortung und Verantwortung bedeutet Veränderung.

Meinen PADI Open Water Diver Kurs machte ich in Roatan (Bay Islands, Honduras). Mein allererster Gedanke dabei war fast schon mathematischer Natur. Ich sagte zu mir: „Junge, 70% dieses wundervollen Planeten, den du kennst, befinden sich unter Wasser. Die ältesten Ökosysteme haben sich unter Wasser gebildet. Es gibt also außer den Bergen, die du kennst, noch viel mehr zu entdecken. Es wird Zeit abzutauchen!

Seitdem habe ich nie mit dem Tauchen aufgehört und es hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Ich habe die Meere der Welt erkundet, habe gesunde und nicht so gesunde Riffe gesehen; Stunden damit verbracht, neue Arten zu beobachten und ich habe den unglaublichen Schaden, den Plastik in unseren Meeren anrichtet, mit eigenen Augen gesehen. Die Veränderungen, die ich an mir selbst bemerkt habe, sind ein direktes Ergebnis dieser langen Liste aus Erinnerungen und Erfahrungen aus erster Hand.

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Ich konnte schon Eisberge schmelzen sehen, während ich die faszinierende Schönheit abgelegener Bergformationen bewunderte. Durch das, was ich unter Wasser gesehen habe, fühle ich mich viel enger mit Mutter Natur verbunden. Am Great Barrier Reef hörte ich zahllosen Wale und Delfine zu und war von so vielen Fischen umringt, dass ich meinen Buddy fast nicht mehr sehen konnte. In Roatan verbrachte ich meine Sicherheitsstopps in der Gesellschaft von Trompetenfischen, die in Schaumkorallen gruben, während Schildkröten friedlich an mir vorbei schwammen und ich Gruppen von Adlerrochen vorbeikommen sah.

Wissen bedeutet Verantwortung und Verantwortung bedeutet Veränderung. Durch den PADI Open Water Diver Kurs bin ich der Natur näher gekommen als jemals zuvor. Mein Ziel ist es, die Sicht der Menschen auf unsere Meere, die Arten, die darin leben und den Schutz, den sie brauchen, zu verändern. Die Meere brauchen unsere Hilfe und Gerätetauchen ist der Weg, mit dem sich diese Hilfe erreichen lässt.