Monthly Archives: September 2016

PADI Master Scuba Diver und Divemaster im Vergleich

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Master Scuba Diver, Divemaster, Master Scuba Diver, Divemaster… irgendwie klingt das doch alles gleich, oder? Vielleicht fragst du dich ja manchmal auch, was der Unterschied ist. Auch wenn diese beiden Tauchqualifikationen scheinbar aus denselben Wörtern bestehen, sind sie doch sehr unterschiedlich.

Falls du dich schon immer mal gefragt hast, was der Unterschied zwischen einem PADI Master Scuba Diver (MSD) und einem PADI Divemaster (DM) ist, dann wollen wir dir das hier jetzt mal erklären.

Vergleiche doch mal einen großartigen Hobbykoch mit einem Nachwuchs-Profikoch. Beide wissen sehr viel übers Kochen und beide können eine appetitliche Mahlzeit zubereiten. Der eine tut das allerdings als Hobby, der andere als Teil seiner Ausbildung zum Koch.

PADI Divemaster: ein Profi-Tauchführer

Divemaster helfen den Ausbildern bei der Durchführung der Tauchkurse und können Führungsverantwortung übernehmen. Für beides werden sie auch bezahlt. Und wenn du fürs Gerätetauchen bezahlt wirst, bedeutet das, du bist Profi.

Voraussetzungen für den Kurs

  • Alter mindestens 18 Jahre
  • PADI Advanced Open Water Diver Brevet
  • PADI Rescue Diver Brevet
  • Zertifikat in medizinischer Erst- und Zweitversorgung (EFR Primary and Secondary Care), nicht älter als 2 Jahre
  • Tauchtauglichkeitsbescheinigung
  • 40 geloggte Tauchgänge vor Beginn des Kurses
  • 60 geloggte Tauchgänge bei Abschluss des Kurses

Was du als zugelassener PADI Divemaster alles machen kannst:

  • Ausbildungen und nicht-ausbildungsrelevante Tauchaktivitäten überwachen
  • Tauchbriefings, Auffrischungskurse und Skin Diving-Kurse durchführen
  • Bei Discover Scuba Diving-Kursen assistieren und zusätzliche Tauchgänge führen
  • Discover Scuba Diving-Kurse leiten

Was du für diese Einstufung machen musst:

  • Acht Theoriekapitel durchgehen
  • Die Divemaster-Abschlussprüfung bestehen
  • Die Übungen im Wasser, die Workshops und praktischen Tests bestehen

Starte noch heute deinen PADI Divemaster Online Kurs

PADI Master Scuba Diver: eine Einstufung, die Anerkennung bringt

Ist jemand Master Scuba Diver, bedeutet das, er oder sie hat sehr viel Erfahrung und eine lange Ausbildung im Gerätetauchen hinter sich.

Weniger als 2% aller Taucher erreichen diese Einstufung und gehören damit letztendlich zu einer Elite-Truppe.

  • Mindestalter 12 Jahre (12-14-Jährige können Junior MSD werden)
  • PADI (Junior) Advanced Open Water Diver Brevet
  • PADI (Junior) Rescue Diver Brevet
  • Fünf PADI Specialty Diver Kurse
  • Mindestens 50 Tauchgänge im Logbuch
  • Vollständige Bewerbungsunterlagen

Jetzt kennst du also den Unterschied zwischen den zwei so ähnlich klingenden Titeln. Wie du siehst, stehen beide Qualifikationen für sehr erfahrene und sachkundige Gerätetaucher.

Der PADI Master Scuba Diver ist das höchste Ziel, dass du als Sporttaucher erreichen kannst und der PADI Divemaster ist die erste Sprosse auf der Leiter der Profi-Taucher.

PADI Course Flowchart

David Valencia-Brevetkarten fangen atemberaubende Momente ein

 

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PADI arbeitet jetzt gemeinsam mit dem Unterwasserfotografen David Valencia an den Entwürfen einer fantastischen neuen Brevetkarten-Serie. Die Brevetkarten der Blue Water Limited Edition von David Valencia zeigen drei unglaubliche Begegnungen, die nur wir als Taucher so jemals erleben können.

„Ich konzentriere mich ganz darauf, genau die Motive und Momente einzufangen, die dir den Atem stocken lassen“, sagt der PADI Master Scuba Diver Trainer Valencia. „Ich hoffe, dass die Menschen mit Hilfe dieser auf Fotos eingefangenen Momente und Bilder unsere tiefe Verbindung zum Meer entdecken bzw. wiederentdecken. Diese Verbindung ist wichtig und bewegt sie dazu, die so wichtige Unterwasserwelt für nachfolgende Generationen zu bewahren.“

Muss deine PADI Brevetkarte ersetzt oder aktualisiert werden? Finde die Karte, die dich persönlich anspricht und mach dich bereit für deine nächste atemberaubende Begegnung.

Besuche das PADI Dive Center oder Resort in deiner Nähe oder padi.com dann gehörst du zu den Ersten, die solch eine neue Karte bekommen.

Buckelwal und Taucher

David Valencia Humpback

Fotograf : David Valencia

Pazifischer Riesenmanta und Taucher

David Valencia Ray

Fotograf: David Valencia

Schooling Jacks

David Valencia Fish

Fotograf: David Valencia

Noch mehr Fotos von David Valencia gibt es auf david-valencia.com.

Fünf Wracktauchgänge, die du niemals vergessen wirst

Entdecke Wracks aus den Weltkriegen, absichtlich versenkte Wracks und alles andere dazwischen. Unsere Liste der „Fünf Wracktauchgänge, die du niemals vergessen wirst“ öffnet dir die Tür zu diesen Unterwasser-Zeitmaschinen.

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 SS Thistlegorm, Ägypten

Stelle dir den Adrenalinkick vor, wenn du deine Tauchlampe anmachst und in den geheimnisvollen Schiffsrumpf eines 126 Meter langen weltberühmten Kriegsfriedhofs hineinschaust. Die SS Thistlegorm zu betauchen ist wie eine aufregende Zeitreise zurück in die Zeiten des 2. Weltkriegs zu unternehmen. 1941 bombardierten die deutschen Streitkräfte das britische Handelsschiff, das Kriegsnachschub für die alliierten Truppen in Ägypten und Lokomotiven für die Ägyptische Eisenbahn transportierte. Überall auf dem Wrack sind nun Artefakte verstreut, die sich Taucher genau anschauen können: Flugzeugteile, Munitionskisten, Gummistiefel, LKWs, Motorräder, Gewehre, gepanzerte Fahrzeuge und Dampfloks. Aufgrund der schieren Größe des Schiffs und seiner umfassenden Ladung braucht man mehrere Tauchgänge um alles zu erkunden und die Erlebnisse hinterlassen bei den  Tauchern ein Gefühl des Respekts und der Faszination.

5 Wreck Dives You Will Remember Forever

SS Yongala, Australien

Rund 30 Meter unter der Oberfläche verzaubert dieses Wrack am Great Barrier Riff die Taucher mit seiner unberührten Schönheit und Artenvielfalt. 1911 war das 106 m lange Passagierschiff auf dem Weg nach Cairns, als es während eines Zyklons verschwand und mit allen 122 Personen an Bord sank. Es lag fast 50 Jahre lang unentdeckt auf dem Meeresboden und dient als künstliches Riff einer beeindruckenden Vielfalt an Meeresbewohner als Zuhause. Die Außenseite des Schiffs ist mit farbenreichen Korallen und Gorgonien dekoriert und über das Deck schwimmen gemütlich die Schildkröten. Schau dir an, wie sich Seeschlangen durch die Öffnungen des Rumpfes winden und wie Wolken von Beutefischen den Bug unter sich verbergen. Taucher können hier auch Marmorrochen, Riesenzackenbarsche, Lippfische und sogar Buckelwale beobachten!

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SNS General Hoyt S. Vandenberg, Florida

Dank der Radarparabolreflektoren mit 12 Meter Durchmesser, der Bereiche zum Durchschwimmen und dank des Ballonhangars fühlt man sich beim Tauchen an der Vandenberg als wäre man an den Drehort eines James Bond-Films. Das Schiff diente während des Zweiten Weltkriegs als Truppentransporter. Dann war es ein Raketen-Beobachtungsschiff und überwachte sowjetische Raketen während des Kalten Krieges. Zuletzt unterstützte es die Raketenstarts der U.S. Apollo, Gemini und Mercury-Programme.  2009 wurde die bereits außer Dienst gestellte Vandenberg dann im Keys National Marine Sanctuary als künstliches Riff zur letzten Ruhe gebettet und war so das zweitgrößte Schiff der Welt, das je zur Bildung eines Riffs versenkt wurde. Dank ihrer 159 Metern Länge fühlt sich selbst der erfahrenste Taucher bei der Erkundung dieses Weltklasse-Wracktauchplatzes ganz klein. Mach mit deinem Tauchpartner bei dem beliebten Ladepfosten mit U.S.-Flagge ein Foto oder leg einen Stopp beim Steuerhaus ein, wo du dir ein Teleskop anschauen kannst, mit dem einst die  Sterne verfolgt wurden.

5 Wreck Dives You Will Remember Forever

Tabarka, Scapa Flow, Schottland

Für Kaltwasser-Fans! Zur einzigartigen Unterwasserwelt Schottlands gehört Unterwassergeschichte, die dich sprachlos macht. Das Wrack der 1943 gesunkenen Tabarka bietet erfahrenen Tauchern die Chance,  in die Tiefen eines Blockschiffs aus dem Zweiten Weltkrieg hinein zu tauchen. Das Handelsschiff wurde von der Britischen Marine absichtlich versenkt und sollte verhindern, dass deutsche U-Boote nach Scapa Flow gelangten. Mit Seesternen und Anemonen bedeckt liegt das durchlöcherte Schiff nun verkehrt herum da und man kann an verschiedenen Stellen hineintauchen und überraschende Einblicke ins Innere werfen.  Zu den typischen Wrackbewohnern und -besuchern gehören hier Seelöwen, Hummer, Krebse, Mondquallen, Riesenhaie, Algenblüten und Röhrenwürmer. Also, schnapp dir deinen Trocki und pack alles für das Wrackabenteuer deines Lebens ein!

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USAT Liberty, Indonesien

Taucher aus der ganzen Welt strömen hierher, um die Wunder der USAT Liberty zu entdecken.  Dieses U.S. Militärtransportschiff wurde 1942 von einem japanischen U-Boot beschossen und strandete in Tulamben (Bali). Zum Glück für Taucher wurde die USAT Liberty 1963 jedoch durch die seismischen Aktivitäten eines Vulkanausbruchs zurück ins Meer geschoben. Das Wrack liegt nun in 4 bis 30 Metern Tiefe und ist so für Schnorchler und Taucher eines der am besten zu erreichenden Wracks der Welt. Staune über die Barrakuda-Schulen, die an der Oberfläche entlang zischen oder bewundere den Büffelkopf-Papageifisch, der in den Maschinenraum eingezogen ist. Finde den Mast, der komplett mit Weichkorallen bewachsen ist und beobachte marine Nacktschnecken, Papageifische, Gorgonien, Oktopusse, Eidechsenfische, Riffhaie und mit etwas Glück auch Mondfische und Walhaie. Die lebhaften Farben und das blühende Leben rund um die USAT werden dir tolle Erinnerungen voller Schönheit und Ruhe bescheren.

Bereit fürs Wracktauchen? Lerne beim PADI® Wreck Diver Kurs mehr übers Wracktauchen oder nimm mit dem PADI Dive Shop Locator Kontakt zu deinem PADI Dive Center oder Resort auf und buche deine nächste Reise!

My PADI Interview: Garri Tadlip

Underwater Photographer, Garri Tadlip

Während der Internationalen Tauchmesse in Malaysia (MIDE) hatten wir Glück und konnten mit dem Gastreferenten Garri Tadlip sprechen. Er ist vielleicht erst 14 Jahre alt, mit seiner Unterwasserfotografie hat Garri aber schon sehr viel erreicht. Zu den Leistungen, die auf Garris Konto gehen, gehören der Sieg des 2013 Splash NUDI Underwater Shoot Out, der 2. Platz bei der Panglao International Dive Fiesta im Mai 2013 und das Anilao Underwater Photography Competition Festival im November 2016. Durch seinen Vortrag bei MIDE will Garri „dem Publikum die Schönheit und die Wunder der Unterwasserwelt näherbringen. Dadurch, dass ich meine Fotos teile, möchte ich junge Leute dazu zu ermutigen, die Schönheit der Meere zu entdecken und sie zu schützen.“ Garri sagt, dass er „hofft, die Unterwasserfotografie aus dem Blickwinkel eines 14-jährigen zu zeigen.“

Welche Bedeutung hat My PADI für dich?

Meine Tauchausbildung begann damit, dass ich eine Wahl treffen musste und eine gute Basis bekam. PADI bietet die weltweit angesehenste und begehrteste Qualifikation im Gerätetauchen. Meine PADI-Qualifikation bedeutet mir sehr viel, denn sie war der erste Schritt meiner Reise zur Entdeckung der Schönheit unter Wasser. Es war toll, was ich alles während meiner Brevetierung erlebt habe. Ich habe gelernt, wichtige Sicherheitskonzepte und Fertigkeiten ganz selbstbewusst umzusetzen.

Was oder wer hat dich dazu inspiriert, PADI Taucher zu werden?

Als ich meine Discover Scuba Diving Erfahrung machte, war ich absolut fasziniert von der Schönheit der Unterwasserwelt. Das ist wie eine völlig andere Welt da draußen und das hat mich dazu inspiriert mit dem Tauchen weiterzumachen und mich brevetieren zu lassen.  Ich habe das Glück, dass ein Freund meiner Familie Instructor ist.

Underwater Photographer, Garri Tadlip

Wenn du Leuten, die Unterwasserfotos machen wollen, einen Tipp geben könntest, was würdest du sagen?

Ich bin kein Meisterfotograf, alles was ich den Kids da draußen sagen kann, die unter Wasser fotografieren wollen ist, dass sie bei allem, was sie machen, Spaß haben sollen. Und dass sie mit Leidenschaft dabei sein sollen und die Unterwasserwelt mit allen, noch so einfachen Mitteln, schützen sollen.  Je früher du anfängst, desto besser ist auch deine Basis, wenn du viele Fototechniken erlernen willst.

Ich freue mich und fühle mich geehrt, dass ich bei diesem wichtigen Treffen auf der MIDE dabei sein kann und die Gelegenheit bekomme, meine Leidenschaft und Liebe für die Unterwasserfotografie mit anderen zu teilen. Und dass ich dabei die Möglichkeit bekomme, noch mehr von den Fachleuten der Branche zu lernen.

Auf der MIDE gibt es viele Seminare und interessante Diskussionen für Erwachsene.  Ich bin nur einer der Themenreferenten und ich hoffe, meine einfache Art die Dinge zu teilen, wird einen kleinen Beitrag zur Welt der Erwachsenen leisten, damit sie verstehen, dass selbst Kinder schon Spaß an Unterwasserfotografie haben können. Ich hoffe, dass sich mit Hilfe meines Vortrags auch engagierte, fähige Mentoren für junge Fotografen finden lassen.

Underwater Photographer, Garri Tadlip

Wer ist dein liebster Tauchpartner und warum?

Mein liebster Tauchbuddy ist mein Vater. Ich bin dankbar für die Unterstützung meiner Eltern. Obwohl meine Mutter nicht taucht, ist sie immer diejenige, die mich auf alle meine Trips vorbereitet.  Ich tauche immer mit meinem Vater, aber er gibt mir auch die Freiheit, mich ganz unabhängig zu fühlen.  Er gibt mir die Freiheit, ganz alleine irgendwohin zu gehen und zu lernen, Verantwortung zu übernehmen und selbst gut auf mich und meine Ausrüstung aufzupassen.

Ich habe auch Glück, dass ich auf eine Schule gehe (die Saint Thomas Aquinas Schule in Cebu),  die meine Leidenschaft fürs Fotografieren und dafür, dass ich der Welt die Schönheit der Philippinen zeigen will, unterstützt.

Underwater Photographer, Garri Tadlip

Du interessierst dich für Unterwasserfotografie? Dann schaue dir mal die PADI Digital Underwater Photographer Specialty an.

AmbassaDiver™ Roberto Ochoa

Eco-Advocacy and Adventure in Galápagos with Roberto OchoaFoto von Roberto Ochoa

PADI AmbassaDiver™ Roberto Ochoa spricht über seine jüngste Expedition auf die Galapagosinseln, bei der er mit seinem Partner Cressi 10 Tage lang einen Dokumentarfilm drehte, der die Schönheit des Meeresschutzgebietes zeigt und bei der er Freitaucher dabei filmte, wie sie beobachteten, wie überrascht – oder auch nicht – die Meeresbewohner auf ihre Anwesenheit reagierten.

Am 28. Juli 2016 brach ein Team bekannter Umweltschützer zusammen mit dem PADI AmbassaDiverTM und Videographen für Meeresfauna und -flora Roberto Ochoa zu einer 10-tägigen Expedition auf die Galapagos Inseln auf. Ziel der Reise war es, die öffentliche Aufmerksamkeit auf das wichtige Thema Umweltschutz zu lenken, Werbung für verantwortungsbewussten Ökotourismus zu machen und Freitaucher dabei zu filmen, wie sie das neu gegründete Hai- und Rochenschutzgebiet in den Gewässern rund um die Inseln Darwin und Wolf erkunden. Die Idee zur Expedition entstand bei den Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen der Firma Cressi, die die Besten aus der Geräte- und Freitauchbranche zusammenbrachte um Ideen für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln.

GalapagosFoto von Juan Oliphant

Die Expedition

„Ziel der Expedition und des aus ihr entstehenden Films ist es, auf positive Art und Weise zu zeigen, wie dank nachhaltiger Entwicklung der Schutz von Meeresarten und ihre Koexistenz mit den Menschen möglich ist”, sagt Ochoa, der sich nicht nur dafür interessiert, die Schönheit und biologische Vielfalt der Galapagosinseln zu präsentieren, sondern auch dafür, die lokale Wirtschaft zu unterstützen, indem er Werbung für verantwortungsbewussten Ökotourismus macht.  „Deshalb haben wir einen Tag der Expedition einem speziellen Programm für Schüler der lokalen Schulen gewidmet und waren einen Tag lang mit 80 lokalen Kindern im Alter zwischen 8 und 11 Jahren in der Tortuga Bay schnorcheln. Wir müssen den jungen Menschen beibringen, wie wichtig nachhaltiger Umweltschutz ist, wenn wir eine starke Basis für den Öko-Aktivismus der Zukunft etablieren wollen.“

GalapagosFoto von Juan Oliphant

Laut Ochoa war eine der faszinierendsten Erkenntnisse während der Expedition die spezielle Art der Interaktion zwischen Meerestieren und den Freitauchern.  „Für viele Meeresarten war es die erste Begegnung mit Freitauchern und sie schienen sie für ihre Mitbewohner in der Tiefe zu halten – vermutlich, weil die Freitaucher im Gegensatz zu Gerätetauchern leise waren. Und so reagierten sie ganz anders“, erklärte er.  „Besonders faszinierend war es, die Reaktion der Hammerhaie zu beobachten. Sie schienen bei ihrer Begegnung mit den Freitauchern eher neugierig als vorsichtig zu sein und hatten keine Scheu, mit ihnen zu interagieren. Daraus entstanden wahrhaft magische Momente, die im Film festgehalten wurden.

GalapagosFoto von Roberto Ochoa

Die Besonderheiten des Films

Während der 10-tägigen Expedition machten die Freitaucher jeden Tag vier bis fünf Tauchgänge und es entstanden über 40 Stunden Filmmaterial. Wer den Film anschaut, wird die Freitaucher nicht nur mit den Hammerhaien, sondern auch bei ihrer Interaktion mit verschiedenen anderen Meereslebewesen sehen.  Bei den Inseln gibt es Walhaie, Mantarochen, Schildkröten und Leguane.  Und der Filmemacher hat noch eine weitere Überraschung für sein Publikum parat. Und die ist aufregend: der Film wurde zum Teil in einem speziellen 360-Grad-Format gedreht. Dadurch entsteht für den Zuschauer eine Art virtuelle Realität, ein Panorama-Erlebnis. Der vollständige Dokumentarfilm wird nach seiner Fertigstellung weit verbreitet werden.  Schau dir Roberto Ochoas Webseite an und lies die aktuellen Infos oder lies unsere Blog-Story über ihn.

Großbritannien und Irland

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Auch wenn man beim Gedanken an exotische Tauchdestinationen nicht sofort an Großbritannien und Irland denkt, so sind die Gewässer rund um diese alten Nationen doch so etwas wie eine Offenbarung.  Hunderte Jahre Handelsschifffahrt haben viele historische Wracks hinterlassen und die enormen Gezeitenunterschiede und die Strömungstauchgänge, die den Adrenalinspiegel in die Höhe treiben, muss man einfach erlebt haben. Und die Fauna reicht vom winzigen Seepferdchen bis hin zum gigantischen Riesenhai – die Unterwasserwelt ist hier also voller Überraschungen. Großbritannien und Irland befinden sich auf zwei großen Inseln vor der nordwestlichen Küste des europäischen Kontinents.  England, Schottland und Wales teilen sich eine Insel, während sich auf der westlich gelegenen Insel Nordirland und die Republik Irland befinden.  Die fast 24.000 Kilometer Küstelinie zeichnen sich durch Vielseitigkeit aus: Sand- und Kiesstrände,  Klippen und Felsen gibt es im Überfluss. Man findet eine hervorragende Infrastruktur mit gut ausgerüsteten PADI Dive Centers und Ressorts vor und eine ebenso große Anzahl an Tauchbooten, von denen viele auch Tec-Taucher aufnehmen.  Das Wasser ist die meiste Zeit des Jahres über kühl bis kalt, daher empfiehlt sich immer ein guter Kälteschutz. Wer richtig ausgerüstet ist, für den hat das Wasser hier aber ein paar wahrhaft unvergessliche Tauchgänge zu bieten.

Die besten Tauchgänge

  • Scapa Flow, Schottland– 1919 wurden in Scapa Flow, zwischen den Orkney Inseln vor der Nordküste Schottlands, mindestens 52 Schiffe der Deutschen Flotte versenkt. Viele von ihnen wurden im Lauf der Jahre ausgeschlachtet, die verbliebenen Wracks sind jedoch eine gespenstische Erinnerung an die Maritime Technologie der Jahrhundertwende und sind zu einigen der berühmtesten Wrackplätzen der Welt und zu den besten Tauchplätzen in dieser Gegend geworden. Zu den Wracks, die man hier betaucht,  gehören drei  177 Meter lange Kampfschiffe und vier 155 Meter lange Kreuzfahrtschiffe. Wie im Namen Scapa Flow schon anklingt, gibt es hier starke Gezeiten, die nährstoffreiches Wasser mit sich bringen und so dafür sorgen, dass es hier Meeresflora und -fauna in Hülle und Fülle gibt.
  • Killary Harbour, Irland – Dieser beeindruckende Fjord liegt an Irlands Westküste, eingebettet unter den Bergen von Connemara. Einige der besten Tauchgänge macht man hier auf den Inseln, die der Küste vorgelagert sind und die kristallklares Atlantikwasser, Kelpfelder und eine Unmenge an Meeresbewohnern wie Hummer, Dornhaie und riesige Pollackschwärme zu bieten haben. Hier gibt es auch ein paar tolle Wracks und in den geschützten Gewässern des Fjords befinden sich hervorragende Tauchplätze, die man auch dann noch ansteuern kann, wenn der Wind ein bisschen zu stark bläst.
  • Stoney Cove, England – Stoney Cove befindet sich in Leicestershire, in Großbritanniens Binnenland, und ist der meistbesuchte Tauchplatz im Inland. Und das zu recht. Dieser geflutete Steinbruch hat Tauchern jeder Ausbildungs- und Erfahrungsstufe etwas zu bieten und ist ein beliebter Platz für Tauchausbildungen.  Süßwasserfische wie Hechte und Barsche sind bei der Unterwasserbesetzung hier ganz vorne mit dabei und es gibt genug zu entdecken, so dass Taucher immer wieder kommen.
  • Dalkey Island, Irland –Die Insel Dalkey ist nur eine kurze Reise von Irlands geschäftiger Hauptstadt entfernt und bietet direkt vor den Toren Dublins einige großartige Tauchgänge.  Die leicht mit dem Tauchboot zu erreichende Südspitze ist einer der besten Tauchplätze.  Ein steiles Feld voller Felsbrocken, die wie dahin geworfen wirken, reicht bis in 25 Meter Tiefe hinab. Verspielte Seehunde schließen sich oft den Tauchern an und unter den Felsen halten sich Hummer, Krebse und Dornhaie versteckt.  Auch ein großartiger Platz für eine Begegnung mit dem furchterregend aussehenden Anglerfisch.
  • Cornwall, England– In Cornwall kann man auf der Lizard Halbinsel bei Porthkerris tolle Landtauchgänge machen.  Ein von den hier vorherrschenden Südwestwinden geschützter und sehr praktischer Strand bietet Zugang zum küstennahen Felsenriff.  Wirbellose Tiere wie Röhrenwürmer, Anemonen und Seeigel besiedeln den harten Untergrund, aber halte auch die Augen in die anderen Richtungen offen, denn hier sind auch Begegnungen mit Riesenhaien und Delfinschulen möglich.
  • Dorset, England – Mach einen Ausflug an die Jurassic Coast (UNESCO Weltnaturerbe) und du entdeckst dramatische rote Klippen, die Millionen von Jahren Naturgeschichte bewahren und die einige der besten Tauchplätze Großbritanniens umrahmen. In Weymouth und Portland kann man Landtauchgänge machen (Chesil Beach ist ein beliebter Ausbildungsort) und das U-Boot M2 und die Aeolian Sky sind beides Top-Wracks für erfahrenere Taucher.  Swanage Pier ist mit seinen 4 Metern Tiefe ein fantastischer Ort für Anfänger, an dem kein Tauchgang dem anderen gleicht.
  • Plymouth, England – In dieser lebhaften Stadt an der Südküste Englands ist die Schifffahrt sehr präsent – aber nicht nur über, sondern auch unter Wasser. Einige von Großbritanniens Top-Schiffswracks sind von hier aus leicht per Boot erreichbar, u. a. die James Eagan Layne, die Persier und das beliebte künstliche Riff, die HMS Scylla. Näher an Land trifft man beim Landtauchgang an Devil’s Point auf eine beeindruckende Wand, die 40 Meter in die Tiefe reicht.
  • Pembrokeshire, Wales – Diese Gegend, in der auch der Pembrokeshire Coast National Park (der einzige Küstennationalpark Großbritanniens) liegt, hat wirklich alles – von Tauchgängen vom Strand aus (St. Brides, Martins Haven) bis hinzu zahllosen Wracks in allen Tiefen. Die Dakotian liegt in nur 20 Metern Tiefe, während die Lucy mit ihren 40 Metern noch mehr Abenteuer bietet. Und für Tec-Taucher liegt die Drina in einer Tiefe von 60 Metern auf dem Meeresboden. Weiter draußen ist die Insel Grassholm nicht nur ein erstklassiger Tauchplatz, sie beheimatet auch die weltgrößte Tölpelpopulation. Und noch weiter draußen, etwa 32 km weit auf See, befindet sich der Leuchtturm „Smalls Lighthouse“, der nur bei ruhiger See angesteuert werden kann, einen Besuch aber unbedingt wert ist. Denn dort bist du von Seelöwen umgeben, die zwischen den Felsnadeln und Schluchten spielen. Pembrokeshire ist dafür bekannt, dass sich hier das Meeresleben konzentriert. Man trifft hier unter anderem auf Blauhaie, Delfine, Sonnenbarsche, Rochen, kleingefleckte Katzenhaie, Oktopusse, Hummer, Dornhaie, Krebse, Seesterne und vieles mehr.
  • Farne Islands– Vor der Ostküste der Grenze zwischen England und Schottland befinden sich die Farne Inseln. Laute Seevögel, eine steile Topographie und neugierige Kegelrobben sind hier der Rahmen jedes Taucherlebnisses. Grüne Gabelalgen, Anemonen und Schwämme bedecken die Felsen und manchmal findet man hier einen erstaunlich aussehenden Gestreiften Seewolf, der im kühlen Wasser unter einem Felsvorsprung hervorschaut.
  • Jersey – Da das Wasser hier wärmer ist als rund um die Hauptinsel Großbritanniens, ist diese Kanalinsel in den Wintermonaten eine tolle Alternative. Viele Tauchplätze mit Einstieg von Land aus haben hier farbenreiche Riffe, Rochen, Lippfische, Plattfische, Tintenfische und mehr zu bieten. Jersey hat einen der größten Tidenhube der Welt, der tolle Strömungstauchgänge möglich macht, bei denen man Rochen und jede Menge Jakobsmuscheln zu sehen bekommt. Die historischen Wracks, die rund um die Insel liegen, strotzen nur so vor Meereslebewesen wie Aalmuttern und Dornhaien. Es werden auch Bootsausflüge angeboten, die weiter von der Insel wegführen und bei denen Taucher von Schwämmen und Fächerkorallen bedeckte Riffwände und wunderschöne Kelpwälder entdecken können, aus denen die hier ansässigen Seelöwen zum Spielen herauskommen.

Willst du noch mehr erfahren? Auf  ScubaEarth® findest du weitere Infos zu Tausenden von Tauchplätzen, Fischarten, Urlaubszielen und noch vieles mehr.

Tauchfakten

Sicht – Je nach Tauchplatz und -bedingungen kann die Sicht zwischen 3 und 50 Metern betragen.

Wassertemperatur – Das Wasser ist immer kühl, die Temperaturen liegen zwischen  4° C im Februar und 14°C im September.

Wetter – Milde, nasse Winter und warme Sommer. In diesen Breiten, in denen die Sonne kaum unterzugehen scheint, gibt es scheinbar endlos lange Mitsommertage. Die Lufttemperatur liegt zwischen 15-19°C im Sommer und 5-6°C im Winter.

Meeresbewohner – Riesenhaie, Kegelrobben, Gemeine Seehunde, Lippfische, Dornhaie, Quallen, Krebse, Seeigel, Schlangensterne, Seesterne, Kelp und Schwämme.

Kursempfehlung – Wer seine Tauchgänge vor Großbritanniens Küsten richtig genießen will, für den sind die PADI Wreck DiverPADI Deep Diver und PADI Boat Diver Kurse die  richtige Wahl. Auch der PADI Dry Suit Diver Kurs ist eine gute Idee.  Und schau dir bei Interesse auch mal den PADI Enriched Air Diver Course an.

Finde einen PADI Dive Shop

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Travel Info

Hinweis – Reisen, ganz egal zu welchem Ziel, können durch äußere Umstände negativ beeinflusst werden. Unter anderem beispielsweise durch schwierige Sicherheitslagen, verschärfte Ein- und Ausreiserichtlinien, lokale Gesetzgebungen und Kulturen, Naturkatastrophen und Klimabedingungen. Egal welches Reiseziel du hast: prüfe bitte während deiner Reiseplanung und noch einmal kurz vor deiner Abreise die Reisewarnungen deiner jeweils zuständigen Stelle bzw. des zuständigen Ministeriums.

Sprache – Englisch

Währung – Euro in der Republik Irland und Pfund (Sterling) in Großbritannien und Nordirland.  Kreditkarten werden nahezu überall akzeptiert.

Große Flughäfen – Heathrow (LHR) und Gatwick (LGW) sind verkehrsreiche internationale Drehkreuze, die London bedienen. Bristol (BRS) und Exeter (EXT) befinden sich in der Nähe von Cornwall, während Newcastle Airport (NCL) in der Nähe der Nordsee-Tauchplätze (einschl. der Farne Islands) liegt. Cardiff Airport (CWL) ist ein guter Ausgangspunkt für Wales und Dublin Airport (DUB) ist der Hauptzugang zu Irland. Sowohl Edinburgh (EDI) als auch Glasgow (GLA) haben gute Flughäfen für alle, die zu den Tauchplätzen in Schottland wollen und Kirkwall Airport (KOI) bietet sich besonders für die an, die zu den Orkney Inseln (Scapa Flow) wollen.

Strom und Internet – Der Strom hat 220 Volt, 50 Hz. Internet ist weit verbreitet.

Sehenswürdigkeiten an Land – Vom wilden Westen Irlands bis hin zum prachtvollen Buckingham Palace in London: in Großbritannien findet man überall Natur- und Kulturerbestätten und Besucher sind immer willkommen. Was es speziell in der Gegend deiner Tauchdestination zu sehen gibt, erfährst du am besten, wenn du dich lokal informierst.

Links für weitere Informationen:

visitbritain.com
visitengland.com
discoverireland.ie
ireland.com
hse.gov.uk/diving
visitscotland.com
visitorkney.com
www.nationaltrust.org.uk

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Du glaubst also, du kannst dir die Malediven nicht leisten? Moment mal!

Gastblog von Adele Verdier-Ali

Baa Atoll, Dharavandhoo, Photo: A. Verdier-Ali

Baa Atoll, Dharavandhoo, Foto: A. Verdier-Ali

Es gibt nicht viele Urlaubsziele, die so synonym für Luxus stehen wie die Malediven. Erwähne dieses Land und sofort erscheinen vor jedem inneren Auge Bilder von glamourösen Urlaubsresorts auf privaten Inseln, die sich ganz auf die Wünsche der Reichen und Prominenten eingestellt haben. Auf himmlische Weise exotisch? Ja. Verboten teuer? Ja und nochmals ja.

Für die meisten Menschen sind die Malediven entweder das Reiseziel ihrer Flitterwochen, das sie einmal und dann nie wieder besuchen. Oder sie werden einfach auf den letzten Platz der Wunschziele verbannt, die man mal gesehen haben will.  Und obwohl viele Taucher über die Vielfalt der Korallenriffe und Meeresarten in den Gewässern des Landes in Verzückung geraten, nehmen viele doch an, dass dieses Urlaubsziel schlicht und einfach außerhalb dessen liegt, was sie sich leisten können.  Vor allem dann, wenn sie nicht auf ein Liveaboard wollen.

South Ari Atoll Dhangethi, Photo: A. Verdier-Ali

South Ari Atoll Dhangethi, Foto: A. Verdier-Ali

Ein Land, zwei Welten

Und bis 2011 wäre das wohl auch die richtige Annahme gewesen.  Denn bis dahin gab es per maledivischem Gesetz eine strikte Trennung zwischen den Inseln, die Touristen empfangen durften und den Inseln, auf der die lokale Bevölkerung lebte. Dieses Set-up war vor allem darauf zurückzuführen, dass in dem zu 100% muslimischen Land eine Mischung aus Gewohnheitsrecht und islamischem Recht galt. Während auf den Inseln der Einheimischen Alkohol und Schweinefleisch verboten sind und man sich bei der Kleidung an konservative Traditionen hält, gelten auf den Urlaubsinseln keine dieser Gesetze.

Bis vor fünf Jahren flogen Touristen also ins Land, wurden am Flughafen begrüßt und dann sofort weiter auf ihre private Urlaubsinsel verfrachtet.  Dort blieben sie dann während ihres gesamten Aufenthalts (bis auf kleinere Ausflüge) und die einheimischen Malediver lebten weiter auf ihren eigenen Inseln. Und nie begegnete man sich.

North Ari Atoll, Thoddoo, Photo: A. Verdier-Ali

North Ari Atoll, Thoddoo, Foto: A. Verdier-Ali

Eine Gesetzesänderung

Aber das ist vorbei.  2011 wurde das Gesetz offiziell geändert und auf den Inseln der Einheimischen durften Touristenunterkünfte eröffnet werden. Und obwohl immer noch dieselben Gesetze gelten, zeigt die steigende Anzahl der Besucher jeden Monat, dass die Urlauber zufrieden damit sind und auch mal eine oder zwei Wochen ohne Bier und Schinken auskommen. In den letzten fünf Jahren sind einheimische Inselpensionen im ganzen Land wie Pilze aus dem Boden geschossen. Und auch wenn sich die Preise nie mit den Preisen für Rucksacktouristen in anderen Teilen Südostasiens vergleichen lassen werden, so sind sie doch im Vergleich zum Resort-Markt äußerst konkurrenzfähig, wenn man bedenkt, dass manche Zimmer nur 40 U.S.-Dollar die Nacht kosten.

Natürlich ist die Qualität, die man vorfindet, von Ort zu Ort unterschiedlich. Aber obwohl diese einheimischen Unterkünfte in der maledivischen Tourismusbranche alle als „Guesthouses“ bezeichnet werden, lassen sich manche besser als „Boutique-Hotels“ beschreiben, denn sie haben große Zimmer, eigene Restaurants mit erstklassigem Essen und manchmal sogar eigene Pools.

Photo: Mohamed Seeneen

Foto: Mohamed Seeneen

Warum ist das für Taucher relevant?

Nun, dank des Touristenzulaufs gibt es auf den meisten dieser Inseln nun auch ein PADI Dive Center und in einigen Fällen (wie in der „Hauptstadt aller Guesthouses“, auf Maafushi Island) sogar mehrere. Viele der Leute, die diese Tauchbasen leiten, bringen jahrelange Erfahrung aus der Resortbranche mit, was bedeutet, man bekommt Service auf hohem Niveau.  Die Preise fürs Tauchen sind oft auch günstiger als in den Resorts. Wenn dein Urlaubsbudget kleiner ist, hast du hier eine tolle Option. Die meisten Center tauchen mit traditionellen maledivischen Dhoni-Booten und so ist der Komfort vergleichbar – und natürlich sind die Tauchplätze dieselben, egal, wieviel du bezahlt hast, um hinzukommen!

Photo: Mohamed Seeneen

Foto: Mohamed Seeneen

Warum nicht einfach auf ein Liveaboard?

Stimmt. Vor dem Aufkommen der Guesthouse-Branche mussten Taucher, die den Großteil ihres Geldes fürs Tauchen ausgeben wollten, an einer Liveaboard-Kreuzfahrt teilnehmen. Was großartig ist, wenn ihr beide –du und deine Partnerin bzw. dein Partner– Taucher seid. Aber ein Nicht-Taucher auf einem Liveaboard? Dem wird schnell die Decke auf den Kopf fallen. Daher ist ein Aufenthalt auf einer Einheimischen-Insel eine tolle Möglichkeit für preisbewusste Taucher, wenn sie mit einem Nicht-Taucher reisen wollen.

Während in manchen Resorts Schnorchler und Taucher normalerweise an separaten Bootsausflügen teilnehmen, ist es auf den Einheimischen-Inseln eher so, dass man zusammen hinausfährt, da die Unternehmen einfach kleiner sind.  Das bedeutet, du bist nicht lange von deiner Liebsten bzw. deinem Liebsten getrennt – ihr könnt die Ausfahrt zusammen genießen, nach Delphinen Ausschau halten und in der Sonne liegen (wie wunderbar!) – wenn ihr dann aber den Tauchplatz erreicht, kannst du deinen Tauchgang machen während deine nicht tauchende Reisebegleitung zum Schnorcheln an der Oberfläche bleibt. Und wenn sie keine Lust auf eine Bootstour hat, dann kann sie auf der Insel bleiben und den Strand genießen, denn die meisten Inseln der Einheimischen haben mittlerweile Teile ihrer Strände für Gäste reserviert, an denen man auch im Bikini sonnenbaden kann.

Vaavu Atoll, Photo: A. Verdier-Ali

Vaavu Atoll, Foto: A. Verdier-Ali

Die Inseln der Einheimischen erleben

Wer auf einer Einheimischen-Insel unterkommt, der hat viele Vorteile.  Es ist viel preiswerter und es gibt eine tolle Auswahl an Unterkünften. Du kannst einen sehr viel größeren Teil deiner Urlaubskasse ins Tauchen stecken, und das ist immer ein Pluspunkt. Reisende sollten jedoch nicht dieselben Erwartungen an ihren Urlaub haben wie bei einem Aufenthalt in einem Resort. Auf einer Einheimischen-Insel wird von den Gästen erwartet, dass sie neben bzw. unter den Inselbewohnern leben und die kulturellen Regeln beachten, d.h. sich von den Schultern bis über die Knie hinab zu bedecken, wenn sie nicht am Strand sind. Und wie bereits erwähnt, gibt es keinen Alkohol – aber wenn du tauchst, dann solltest du deinen Alkoholkonsum sowieso einschränken. Die Auswahl beim Essen ist etwas mehr eingeschränkt, aber trotzdem sehr lecker – denk an viel frischen Fisch, Grillabende und Kokoswasser.

Wenn du also die echten Malediven abseits des Resort-Glamours, die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der einheimischen Bevölkerung und eine Lebensart kennenlernen willst, die sich im Lauf der Jahrhunderte kaum verändert hat, dann ist eine Einheimischen-Insel der perfekte Ort dafür.

Vaavu Atoll, Photo: A. Verdier-Ali

Vaavu Atoll, Foto: A. Verdier-Ali


Über die Autorin:

Adele Verdier-Ali ist freiberuflichen Reiseautorin und Content-Vermarkterin und hat über sechs Jahre lang auf den Malediven gelebt. Sie ist brevetierter PADI Rescue Diver und wenn sie nicht gerade unter Wasser ist, dann schreibt sie über die maledivische Kultur und über Tourismus. Mehr von ihr kannst du auf www.littlebirdjournal.com lesen.

Baa Dharavandhoo, Photo: A. Verdier-Ali

Baa Dharavandhoo, Photo: A. Verdier-Ali